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> Audiodateien konvertieren, Audio-CDs rippen
Frank Bicking
Geschrieben am: 09.08.2006, 00:40
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foobar2000 ist eine hervorragende Wahl zum Umwandeln von Audiodateien und zum Rippen von Audio-CDs.

Sie können damit Dateien konvertieren und dabei die Tags übernehmen, Audio-CDs auslesen und sie als Einzeldateien oder Images speichern, CD-Images anhand von CUE-Sheets trennen, Dateien zu einem Image mit integriertem CUE-Sheet zusammenführen, und sogar Vorschaudateien für ganze Alben erstellen.

Konvertieren können Sie alle Dateien, die der Player abspielen kann, also praktisch jedes halbwegs populäre Audioformat. Als Zielformat werden alle Audiocodecs unterstützt, für die Kommandozeilen-basierte Encoder existieren, also mindestens MP3, Ogg Vorbis, FLAC und Nero AAC.


Konfiguration

Auf der Einstellungsseite Preferences | Tools | Converter lassen sich einige Vorsteinstellungen für das Konvertieren von Audiodateien treffen:

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Namensschema

Im Bereich Output File Names stellen Sie den zu erzeugenden Dateinamen ein, den Sie frei anhand des Dateinamens oder der Tags der Ausgangsdateien bestimmen können. Verwendet wird dazu Titleformatting. Das Schema neben Single tracks bezieht sich auf einzelne Dateien. Album images wird beim Zusammenführen von mehreren Dateien verwendet (siehe Abschnitt "Konvertieren von Audiodateien"), und Previews beim Erstellen von Vorschaudateien. In den meisten Fällen wird wahrscheinlich die erste Einstellung für Sie von Bedeutung sein.

Die Voreinstellung [%list_index% ]%title% nummeriert die erzeugten Dateien durch und versieht sie mit den Titeln der Quelldateien. Sollen die alten Dateinamen beibehalten werden, dann reicht die Eingabe von %filename%. Beim Trennen von Image-Dateien mit CUE-Sheets empfiehlt sich eine explizite Angabe der Tags, wie z.B. %tracknumber%. %title%. Auch andere Einstellungen wie etwa %artist% - %title% wären denkbar. Komplette Ordnerstrukturen können Sie erzeugen, indem Sie die einzelnen Ordnernamen durch umgekehrte Schrägstriche (Backslashes) trennen, z.B. %artist%\'['%date%']' %album%\%tracknumber%. %title%.


Encoding Presets

Um schnell zwischen häufig verwendeten Encodern und Einstellungen wechseln zu können, bietet foobar2000 sogenannte Encoding Presets an. Einmal konfiguriert, müssen Sie beim Aufruf des Converters nur noch das gewünschte Preset auswählen. Von Haus aus werden einige Vorstellungen zur Verfügung gestellt, die bereits die wichtigsten Formate abdecken und unseren Empfehlungen entsprechen.

Neue Einträge können Sie über Add new hinzufügen, und vorhandene über einen Doppelklick oder die Schaltfläche Edit bearbeiten. Es öffnet sich dabei ein Fenster, in dem die gewünschte Qualitätsstufe bequem über einen Schieberegler ausgewählt werden kann, wie in diesem Screenshot am Beispiel von LAME zu sehen. foobar2000 beschränkt sich an dieser Stelle meist auf die VBR-Modi (variable Bitraten) der einzelnen Audioformat, denn diese sind auf höchste Qualität hin optimiert und bieten sich für die meisten Anwendungsszwecke an. Natürlich kann ein Audioformat unter den Presets mit unterschiedlichen Einstellungen mehrfach vertreten sein.

Wenn Sie benutzerdefinierte Einstellungen oder Encoder verwenden möchten, für die keine Voreinstellungen angeboten werden, dann wählen Sie unter Encoder den Eintrag Custom aus. Dort können Sie, wie dieser Screenshot zeigt, sämtliche Einzelheiten wie etwa die zu übergebenden Parameter kontrollieren und natürlich auch verändern.


Encoder herunterladen

foobar2000 greift auf Kommandozeilenencoder, also ausführbare Dateien zurück, liefert diese jedoch nicht selbst mit. Sie können sich solche Encoder im AudioHQ-Bereich Audioformate herunterladen. Sollten Sie die Dateien nicht im foobar2000-Verzeichnis platzieren, dann wird Sie das Programm bei der ersten Verwendung eines bestimmten Zielformates nach dem Aufenthaltsort des jeweiligen Encoders fragen.


Konvertieren von Audiodateien

Laden Sie zunächst die zu konvertierenden Dateien in eine Playlist. Es kann sich dabei um einzelne oder mehrere Audiodateien handeln, oder auch um ganze Ordner inkl. Unterverzeichnisse. Bei CD-Images öffnen Sie bitte das dazugehörige CUE-Sheet. Markieren Sie anschließend alle Dateien, rechtsklicken Sie, und wählen Sie, je nachdem was Sie tun möchten, aus der Menügruppe Convert einen der folgenden Befehle aus:
  • Convert to... öffnet zunächst ein Dialogfenster, in dem Sie nach dem Zielordner gefragt werden.
  • Convert to same directory speichert die erzeugten Dateien im gleichen Verzeichnis wie die Quelldateien.
  • Convert to single file fügt alle ausgewählten Dateien zu einer einzelnen Zieldatei zusammen.
  • Convert to abum images with cuesheet or chapters erzeugt eine Imagedatei und zusätzlich je nach Format ein integriertes CUE-Sheet bzw. Sprungmarken.
  • Generate previews erzeugt Vorschaudateien mit Sprungmarken zu jedem einzelnen Track.
Es öffnet sich das Fenster Converter Setup:

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Unter Encoding Preset können Sie das Zielformat sowie die zu verwendende Einstellung auswählen. Bei Bedarf lässt sich über die Schaltfläche "..." ein weiteres Fenster öffnen, in dem Sie die Qualitätsstufe bequem über Schieberegler auswählen können, wie in diesem Screenshot am Beispiel von LAME zu sehen.

Zusätzlich können Sie eine eine Lautstärkeanpassung und DSP-Komponenten hinzuschalten. Während die unter ReplayGain Processing und DSP Processing getroffenen Einstellungen direkt auf die temporär während des Konvertiervorangs erstellten WAV-Dateien angewandt werden und die erzeugten Dateien damit direkt modifizieren, wirkt sich die dritte Option ReplayGain-scan output files as albums nur auf die ReplayGain-Tags der fertigen Dateien aus.

Falls Sie den Befehl Generate previews ausgewählt haben, dann haben Sie hier zusätzlich die Wahl, die Größe der Vorschaudateien durch Auswahl von Album percentage auf einen bestimmten Prozentsatz des gesamten Albums festzulegen - kürzere Tracks nehmen darauf weniger Platz in der gesamten Datei ein als längere - oder jedem Track über Fixed track length die gleiche Länge zuzuteilen.

Nach einem Klick auf OK werden die Dateien konvertiert. Die Tags der Quelldateien werden dabei automatisch übernommen.


Audio-CDs rippen

Legen Sie eine Audio-CD ein und rufen Sie den Menübefehl File | Open Audio CD auf. Im sich öffnenden Fenster können Sie das zu verwendende Laufwerk auswählen und über die Schaltfläche Drive Settings konfigurieren:

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Die Option Offset correction erlaubt es, den Lesekopf des Laufwerks um einige Samples zu verschieben, um kleine Abweichungen bei dessen Platzierung zu korrigieren. Wenn Ihnen dieser Wert für ihren Laufwerkstyp bekannt ist, dann tragen Sie ihn dort ein, andernfalls lassen Sie die Einstellung einfach leer. Nähere Details zu diesem Thema finden Sie im Artikel Offsetkorrektur. Limit drive speed hält das Laufwerk auf einer geringen Geschwindigkeit und damit einem geringen Geräuschpegel, was beim Abspielen erwünscht sein kann.

Die Option Security steuert die Fehlererkennung- und Korrektur beim Auslesen und bietet dazu drei Stufen an:
  • disabled deaktiviert jegliche Fehlererkennung und speichert die Audiodaten so ab wie sie vom Laufwerk kommen.
  • standard aktiviert einen Lesemodus analog zu dem aus EAC bekannten Secure Mode. Dabei werden alle Sektoren der CDs mindstens zweimal gelesen und verglichen, und bei Nichtübereinstimmung noch einmal angefordert. Dies ist hilfreich, um Lesefehler bei alten Laufwerken und/oder zerkratzten CDs auszuschließen. Wir empfehlen diese Einstellung.
  • paranoid ist nur für besonders hartnäckige Fälle nötig und verlangt vier übereinstimmende Ergebnisse.
.
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Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Rip, woraufhin folgendes Fenster erscheint:

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In diesem Fenster können Sie die Titelinformationen für die CD manuell eintragen oder über, falls Sie mit dem Internet verbunden sind, aus einer Online-Datenbank wie freedb abrufen. Benötigt wird dazu die Komponente freedb tagger. Bei CDs mit unterschiedlichen Künstlern können Sie die Interpreten der einzelnen Tracks unter der Spalte Artist (VA) eintragen.

Unten können Sie bestimmen, ob die CD als Einzeltracks oder Image mit zusätzlichem CUE-Sheet auf der Festplatte abgelegt werden soll. Ein Klick auf Rip führt sie anschließend zum Einstellungsdialog des Converter, in dem Sie das zu verwendende Audioformat sowie dessen Parameter bestimmen können:

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Tipp: Aktivieren Sie die Option ReplayGain-scan output files as albums, um das fertige Album einer ReplayGain-Analyse zu unterziehen.

Nach einem Klick auf OK wird die CD ausgelesen und in das gewünschte Format konvertiert.


Statusmeldungen des Secure Mode

Eventuelle Meldungen des Secure Mode können unter View | Console verfolgt werden. Unterschiedliche Leseergebnisse werden als "CRC mismatch" bezeichnet und führen dazu, dass ein Block neu ausgelesen wird ("reread"), bis eine bestimmte Anzahl übereinstimmender Ergebnisse erreicht wurde.

Hier eine erfolgreiche Wiederholung:
QUOTE
secure mode: CRC mismatch, retrying
reread #1, matches so far: 1767/1784
secure mode: rereading successful

So sähe ein nicht erfolgreicher erneuter Ausleseversuch aus:
QUOTE
secure mode: CRC mismatch, retrying
reread #1, matches so far: 0/663
reread #2, matches so far: 0/663
reread #3, matches so far: 0/663
reread #4, matches so far: 2/663
reread #5, matches so far: 598/663
[.....]
reread #122, matches so far: 657/663
reread #123, matches so far: 657/663
reread #124, matches so far: 657/663
secure mode: unable to get consistent results, giving up

Das Auslesen würde an dieser Stelle abbrechen.


Audiostreams aufnehmen

Mit dem Converter lassen sich auch Audiostreams ganz einfach aufnehmen. Starten Sie hierzu den zu konvertierenden Audiostream, rechtsklicken Sie den entsprechenden Playlisteintrag und öffnen Sie das Menü Convert. Öffnen Sie das Dialogfenster Convert to... und speichern Sie die Audiodatei mit dem gewünschten Encoder. Solange der Audiostream läuft, wird dieser in der entsprechenden Audiodatei gespeichert.

Beachten Sie bitte, dass beim Abspeichern in ein verlustbehaftetes Audioformat transcodiert wird, sich also die Qualität verschlechtert.


Audio-CDs brennen

Zum Brennen von Audio-CDs direkt aus dem Player heraus wird eine zusätzliche Komponente CD burning support zum Download angeboten, die über den Kontextmenübefehl Convert | Write Audio CD aufgerufen werden kann.

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Voraussetzung ist jedoch, dass das kostenpflichtige Brennprogramm Nero installiert ist.

Als kostenlose Alternative können wir die Software Burrrn empfehlen, die mit allen auf AudioHQ vorgestellten Formaten zusammenarbeitet.
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