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1 bearbeitet von Frank Bicking (Original: 2004-07-23 10:40)

Thema: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Wie lange wird es MP3 noch geben ?

Sicherlich werden wir noch 3-4 Jahre mit MP3 leben müssen. Die Gründe sind vielfältig:
* LAME MP3 z.B. ist der exzellenteste MP3-Codec, den es je gab, und wird immer noch weiterentwickelt. Er ist weitverbreitet, kostenlos erhältlich und läßt sich simpelst einbinden. Mit EAC oder Foobar2000, stehen mächtige und funktionierende graphische Oberflächen zur Verfügung, die durch eine riesige kostenlos verfügbare Wissenscommunity unterstützt werden.
* Die Benutzung von LAME schließt nicht aus, daß PCs nicht auch noch andere Formate abspielen und archivieren könnten, das ist bei vielen Nutzern ohnehin der Fall. Deswegen dreht sich ja auch jede zweite Foren-Frage ums "umwandeln nach mp3".
* MP3-Hardware-Decoder sind so preiswert zu haben, das man inzwischen mp3abspielende Ü-Eier verkaufen könnte, Preise um 30-80 Euro für ein Hardware-MP3-CD-DVD Hybrid-Abspielgerät sind keine Seltenheit. Leselaufwerkshersteller gibt's nur noch wenige und der Vertrieb der großen Ketten ist durchrationalisiert, Dauer-Niedrig-Preise sind möglich, die HiFi-Händler in den absatzstarken Niedrig-Preis-Marken spüren das seit Jahren. Vielleicht wird sich genau aus diesem Grund auch die SACD nicht etablieren können. Die DVD-Kompatibilität von DVD-A scheint Käufern wichtiger zu sein.
* Zur Qualität der Hardware-Decoder brauche ich nicht viel zu sagen, klanglich, funktional (Anzeige von Tags z.B.) und in der Frage der vielbeschworenen und hervorgehobenen "Hardwarekompatibilität" bleiben sie sehr oft auffallend weit hinter dem Computer mit ordentlicher Soundkarte zurück. Auf einem PC läßt sich durch etwas Konfigurieren kompromisslos alles abspielen und auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen.
* Die Güte der Soundkarten übersteigt längst das Billig-HiFi-Niveau und steigt auch allgemein. Ein weiterer Vorteil von computerbasierten Lösungen ist noch, daß man auf einem "computerbasiertem Player" an der Community Gleichgesinnter teilnimmt. Das funktioniert mit hardwarebasierten Lösungen nicht.

Das Kriterium "Hardwarekompatibilität", welches für MP3 spricht, ist angesichts der weitverbreiteten Mängel eine mehrschneidige Angelegenheit. Genauer definiert verschwindet diese sogar völlig mit dem Computer als Abspielgerät, weil ein Rechner in jedem Fall mehr Eingriffe bis zur Problemlösung erlaubt. Letztendlich erreicht dieser einfache Umgang mit MP3, daß selbst ein Nutzer mit geringer "Technikaffinität" im allerhinterletzen Kaff einen MP3-abspielfähigen Player besitzt, Filesharing kennt und nutzt, im Freundeskreis und an der Arbeit/Uni/Schule tauscht und erstmal noch eine Weile bei MP3 bleibt. Die bekannten Schwächen von MP3 stören scheinbar den Großteil der Nutzer nicht wirklich, oder werden erst nach dem Kauf von Hardware offensichtlich. Solange MP3 im P2P-Filesharing und "Tausch unter Freunden" vorherrschend bleibt, wird das wohl noch auf absehbare Zeit so bleiben. Trendwenden werden im Wesentlichen nur über den Weg der "Kopierbörsen" stattfinden. MP3 und Audio-CD "hypen" sich derzeit im Zusammenhang mit Filesharing gegenseitig, sodaß dieses Gespann noch eine Weile präsent bleiben wird.


Dieser Beitrag war mal Teil des Leitartikels zur Audiokompression und wurde ausgegliedert.

Hier gehts zum Auditorium ...

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Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Hallo Lego

Was die vorgebrachten Arguemente anbelangt, sehe ich das ähnlich. Unsere Meinungen gehen jedoch in Punkto Dauer auseinander, da ich denke, dass uns MP3 noch viel, viel länger begleiten wird. Warum, wie komme ich zu dieser Annahme?

Der Grund dazu ist ganz einfach: Du, wohl die meisten User dieses Forums als auch ich sind "Freaks" (wertneutral zu verstehen) dieser Technologien. Wir beschäftigen uns mehr oder weniger intensiv damit und sind bereit, uns mit verschiedenen Formaten/Medien und Datenträgern zu beschäftigen. Wir sind auch bereit, mehr oder weniger grossen Aufwand zu betreiben, um gute Qualität resp. kleine Dateigrösse zu erreichen: Es gibt Leute, die haben ihre CD-Sammlung nun schon zum zehnten Mal neu gerippt/encodiert, weil zwischenzeitlich bessere Encoderversionen oder bessere Codecs erschienen sind. Auch gibt es Leute, die Stunden aufwenden, um verschiedene Codecs/Versionen gegeneinander zu testen/vergleichen etc.

So gehesen, bewegen wir uns in einer Art von "Biotop": Es ist ein sehr dynamisches Umfeld und das ganze Umfeld stimmt. Anders sieht das aus, wenn man sich ausserhalb dieses "Biotops" bewegt, denn wir sollten nicht vergessen, dass wir nur einen sehr, sehr kleinen Anteil ausmachen und meist auch gar nicht beachtet würden - denn sonst könnte wohl jeder zweite MP3-Player auch Ogg abspielen.

Heute sind die Zeiten definitiv vorbei, in welchen nur "Freaks" sich mit MP3 beschäftigt haben. Mittlerweile ist dieses Format ziemlich bekannt und hat sich schon in vielen Bereichen etablieren können: Portis, Handies, PDAs, DVD-/CD-Player, Streaming-Boxen, vereinzelte 5.1-Receiver etc sind alles Geräte, welche dieses Format abspielen können. Dabei geht diese Verbreitung weiter, denn immer noch kommen neue Geräte mit MP3-Funktionalität auf den Markt. (Schlecht bis sehr schlecht sieht es leider mit der Unterstützung besserer Format wie Ogg, MPC, FLAC etc. aus.)

Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass MP3 sehr bekannt und populär wurde. Oder anders ausgedrückt: MP3 ist in Sachen verlustbehafteter Kompression der Standard geworden. Einen Standard löst man nicht in 3 bis 4 Jahren ab, dies geht meist Jahrzehnte. Durch die unsäglich blöde Marketing-Aussage der MP3-Erfinder "128 kbps entsprechen CD-Qualität" glauben die Kunden, dass MP3 mit 128 kbps gut klinge. (Dies ist der gleiche Irrglaube, wie der Glaube, dass Digital automatisch gut sei und immer gleich klinge)

Wenn ich mir heute Files anschaue, welche im File-Sharing angeboten oder neu gerippt/encodiert werden, so sind immer noch sehr viele Files - ich vermute gar die Mehrheit - mit unsinnigen Einstellungen und/oder mit alten Codecs encodiert: So trifft man doch immer wieder Files in Dual-Mono, oder CBR 128, oder mit Xing very old usw. Wir "Freaks" werden solche Files häufig gleich löschen, die Mehrheit hingegen weiss nicht einmal, dass dies nicht die optmale Qualität darstellt! Wie sollten sie denn auch? Sie haben ja nur auf den neu gekauften PC die alte CD mit Music Media Jukebox Version Aschbach uralt installiert!

Hinzu kommt, dass die Meinungen betr. Nachfolgeformat auseinandergehen. Die Industrie hätte gerne AAC o.ä., wir hier hätten lieber Ogg, MPC, FLAC etc. Ein weiterer Nachteil alternativer Formate ist, dass diese inkompatibel sind und neue Hardware erforderlich machen.

Auch sollten wir nicht vergessen, dass die ganze Technik doch etwas komplex ist und nicht jeder versteht, wie das funktioniert.

Ein weiterer sehr wichtiger Grund ist, die meisten mit der Qualtiät von MP3 zufrieden sind und keine Veranlassung sehen, auf ein anderes Format zu setzen, welches wie gesagt inkompatibel ist und neue Hardware erforderlich machen würde. (Dies ist auch für mich der Grund, dass ich kein MPC, Ogg o.ä. einsetze. Warum auch? MP3 läuft auf jedem Player und die wichtigen Sachen habe ich als FLAC und kann immer wieder transkodieren)

Aus genannten Gründen komme ich zum Schluss, dass uns MP3 nicht nur wesentlich länger als 3-4 Jahre begleiten wird, sondern es für Nachfolgeformate sehr schwierig sein, sich zu etablieren - und solange jedes portable Gerät mit der Fähigkeit zur Reproduktion datenreduzierter digitaler Musik geeignet ist, solange wird uns MP3 noch begleiten - und alle alten, miserabel und unsinnig encodierten Files ebenso.

Gruss
FlicFlac

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

hhmmm... ich denke auch, dass das MP3-Format noch länger bleiben wird. So wie FlicFlac schon sagte, ist einfach der Hardwareanteil zu gross, und neue Formate würden nicht mehr unterstützt. Ausserdem werden trotz neuen Formaten die meisten Leute (sicher etwa 95%) immer noch MP3 benutzen.
Obwohl es schön wäre, wenn es ein neues, besseres Format als Standart gäbe, glaube ich in den nächsten paar Jahren noch nicht wirklich daran  :unsure:

4

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Hallo

Die Nachfolger-Formate von MP3 haben die gleichen Probleme wie die DVD-Audio und die SACD:

- Für den Grossteil der Konsumenten genügen MP3 und CD, sodass sie nicht gewillt sind, neue Soft- und Hardware zu kaufen, für einen Fortschritt, den sie evtl. nicht bemerken

- Es gibt verschiedene neue Formate, der Konsument ist nicht sicher, was er kaufen soll

- Die meisten Formate sind mit DRM oder Kopierschützen "versaut". Warum soll der Konsument auf ein Format setzen, welches ihn an Hardware bindet und seine Nutzungsmöglichkeiten einschränkt? In der c't stand es mal schön: "DRM ist nicht ein Digital Rights Management, sondern Digital Restrictions Management, denn es geht nicht um die Rechte des Kunden, sondern lediglich darum, diese zu Gunsten der Musikindustrie einzuschränken". (Sinngemässe Wiedergabe).

- Für uns "Freaks" ist die Kompatibilität nicht so wichtig, wir kaufen uns dann halt einfach einen neuen Player, denn wir wollen ja das Maximum. Der Grossteil der Konsumenten denkt aber nicht so.

Grüsse
FlicFlac

5

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Ich habe eine ganz andere Vorstellung der Zukunft von MP3 ...

Zwei Trends sind in meinen Augen zu erkennen:

Zum einen nimmt das Wissen des 0815-Users zu und den meisten ist mittlerweile bekannt, dass es auch andere Audioformate als MP3 gibt (das war nicht immer so). In den Tauschbörsen findet man mittlerweile auch andere Formate und durch die zunehmende Verbreitung von AAC als Hardwareformat bekommt die Sache noch zusätzlichen Schwung.

Zum anderen denke ich, dass die Ablösung der Stereoanlage durch den PC immer weiter auf den Vormarsch ist. Mittlerweile haben viele Jugendliche einen PC, bevor Sie sich eine Stereoanlage anschaffen. Da liegt es nahe, Geld in eine Soundkarte zu investieren und hat letztlich dann sogar mehr Möglichkeiten als wie mit einer Anlage. Der PC hat hinsichtlich Formate und Dateigröße (fast) keine Einschränkungen, so dass andere Audioformate auch eine reelle Chance haben. Dieser Trend wird sich in 10 Jahren noch verstärken, dann wird der PC fast ausschließliches Kommunikationsmedium sein - von der Stereoanlage werden nur der Verstärker und die Boxen übrig bleiben!


Daraus resultiert für mich, dass in ca. 5 Jahren mehrere Audioformate gleichzeitig präsent sein werden. Der PC ist in der Lage alle abzuspielen, also ist dies kein Hindernis. Die Mehrheit wird jedoch vorerst bei Lossy-Codecs bleiben, rein schon weil man diese besser Tauschen kann. Mit zunehmendem Internetspeed, riesigen Festplatten und Verbreitung von DVD-Brennern dürfte sich aber auch eine zunehmende Fangemeinde von verlustfreien Formaten etablieren.

Spunky

6 bearbeitet von Frank Bicking (Original: 2005-10-13 15:33)

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Hi,

Möchte mich nicht direkt unbeliebt machen mit meinem ersten Post; wenn jemand etwas dagegen hat, dass Threads ausgegraben werden, löscht ihn einfach (also den Post) ;)

Ein weiterer sehr wichtiger Grund ist, die meisten mit der Qualtiät von MP3 zufrieden sind und keine Veranlassung sehen, auf ein anderes Format zu setzen

Das kann ich auch aus meinem Bekanntenkreis nur bestätigen.

Das MP3@128kbit/s = CD Qualität der Musikindustrie entspricht zwar, wie erwähnt, nicht der Wahrheit; ist jedoch das, was die meisten "0815-User" empfinden.
Ich wüsste aus meinem Bekannenkreis niemanden, der ein neues Format, neue Hardware, Umgewöhnung, Einarbeitungszeit in Kauf nehmen würde für etwas, dass er sowieso nicht hört (ausgenommen die angesprochenen "Freaks", aber um die geht es hier ja nicht).
Was Tags sind, ist den meisten unbekannt; auch eine Bitrate... Was solls, hauptsache Musik.

In diesem Sinne: Ich glaube, der nächste Standard wird, deshalb:

Mit zunehmendem Internetspeed, riesigen Festplatten und Verbreitung von DVD-Brennern dürfte sich aber auch eine zunehmende Fangemeinde von verlustfreien Formaten etablieren.

ein verlustfreier sein, wie z.B. flac.
Aber ein "Alternativformat" wie .ogg etc. wird sich aus genannten Gründen meiner Meinung nach nicht auf breiter Basis durchsetzten - es "bringt nichts".

Eine gegensätzliche Überlegung gibt es: Der Hype zu "größer - mehr - schneller" könnte auch gebremst werden. Was wenn die 6Mbit-Flat für 30 € (1und1, Stand: 2005) der Provider nicht mehr bezahlen kann? Theoretisch könnte über eine solche Flat ca. 2,2 TB / Monat fließen (Up & Down, bei optimalen Bedingungen ohne Overhead). Was, wenn die Kapazität auch nur zur Hälfte erreicht wird? Könnte es dann nicht sein, dass Flatrates wieder etwas kosten (wie es jetzt ja schon allen mir bekannten Unis der Fall ist) und es in diesem Zuge wieder eine Rückkehr zu niedrigeren Bitraten ("so dass man keinen Unterschied hört") gäbe? Nur ein Denkanstoß, über den wir in 5 Jahren wahrscheinlich lachen werden... :rolleyes:

So, dass war mein Senf :)

Gruß
Tobsen

7

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Hallo tobsen

Wieso solltest du dich unbeliebt machen, du vertrittst ja den gleichen Standpunkt wie ich  B)

Genaus aus der Aussage, dass sich ein alternatives verlustbehaftetes Format kaum wird durchsetzen können, leite ich ab, dass MP3 noch sehr lange leben wird. Für diejenigen denen die Qualität von MP3 reicht, haben keinen Anlass auf ein neues, inkompatibles, DRM-Verseuchts und/oder mit vorhandener Hardware nicht abspielbares Format zu benutzen. Diejenigen *Geeks*, welche die Musik bevorzugt auf dem PC lagern und somit dessen Flexibilität nutzen, tendieren sowieso in Richtung verlustloser Speicherung, sodass auch hier kein Anlass für ein alternatives, verlustbehaftetes Format besteht.

Darum komme ich zum Schluss, dass sich MP3 noch sehr lange als *low-budget*-Format wird halten können. Denk mal an all die Kassettendecks, die es noch gibt: Es gibt seit Jahren CD-Rekorder und CD-Brenner, denoch ist noch eine Menge Kassettendecks im Einsatz. So wird es wohl auch mit MP3-Files gehen.

Der Vorteil von *Abandonware-Codecs* wie MP3 gegenüber *Abandonware-Hardware* wie Kassettendecks besteht sicher darin, dass sie viel schneller, einfacher, billiger und meist auch umweltverträglicher :)  entsorgt werden können. Ein Verzeichnis ist schneller gelöscht als ein Gerät entsorgt. Auch dürften der eine und andere Festplattencrash und Computerwechsel ohne Datenübernahme diese Entwicklung beschleunigen. Trotzdem bin ich überzeugt, dass es MP3 auch noch in vielen Jahren geben wird. Und irgendwer wird immer eine alte Software im Einsatz haben und auch in 10 Jahren noch MP3s encodieren.

Gruss

8 bearbeitet von tobsen (Original: 2005-10-14 01:05)

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Wieso solltest du dich unbeliebt machen, du vertrittst ja den gleichen Standpunkt wie ich

Es ging mir weniger um den Standpunkt, sondern mehr darum, dass ich vielleicht Gesagtes wiedeholen könnte, ohne wirklich Neues Hinzuzufügen  <_<

Aber diese These bzw. "Wie brauchen kein neues Format, da [zwangsläufig verlustbehaftetes] mp3 - 1. "gut genug" für Normal-User und - 2. für "Klangtechnisch Interessierte" (so will ich sie mal nennen) sowieso inakzeptabel, da eben verlustbehaftet." hat irgendwie schon was und alle mir bewussten Menschen meines engeren und weiteren Bekanntenkreises lassen sich so einteilen ("Normal" und "Freak", wie gesagt, ohne Wertung).

Wäre vielleicht interessant zu hören, was andere "Freaks" aus dem Forum dazu meinen. Kennt ihr Menschen, die ihre komplette Musikasmmlung von CD neu rippen würden, nur weil ein verbesserter lame-Codec herauskommt, der, sagen wir mal, -15% Größe bei gleichbeleibender Klangqualität (fiktive Werte) hat?

Ich wage die Behauptung aufzustellen, dass ihr eure Bekannten in den allermeisten Fällen in zwei Gruppen aufteilen könnt:
• "Freaks", die sowieso schon alles im flac haben bzw. beim Neu-Rippen ihre Daten ohne Verluste anlegen würden.
• "Normale Menschen", die ihre 1000 Musidateien haben und glücklich sind, wenn sie sie hören und vielleicht noch auf ihren tragbaren Player spielen können. -15% Größe macht bei GB-Preisen von 40-60 Cent keinen von ihnen mehr Glücklich.

Oder würdet ihr noch eine 3. Gruppe einführen? Wenn ja, welche?

-----

Bitte versteht mich nicht falsch, ich möchte hier nicht die Berechtigung von Audiokompression als solches in Frage stellen. Die tollen .flacs passen so schlecht aufs Handy :P
Aber es ging hier ja um das Bestehen von mp3 und dessen evt. Nachfolger :D

Gruß
Tobsen

9

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Hallo tobsen

1.)
Das Infragestellen, das kritische Überdenken und Betrachten von verlustbehafteter Audiokompression u.ä. ist eine der selbstgestellten Aufgaben von AudioHQ.

1.1)
Wenn du dir z. B. die Kommentare von Lego, die Resultate von Umfragen wie *welche Formate verwendet ihr?*, *benutzt ihr lossless?* anschaust, wirst du schnell erkennen, dass die Mehrheit hier generell auf verlustlose Kompression setzt. Verlustbehaftete Kompression hat in gewissen Bereich nach wie vor eine Existenzberechtigung und wird dies noch eine Weile haben - einen möglichen Einsatzzweck hast du bereits genannt -  setzen wir hier genau dafür ein. Auch setzen wir uns dafür ein, dass verlustbehaftete Kompression richtig eingesetzt und richtig angewandt wird. Du vertritts letztlich in etwa die Argumente, die den hier erarbeiteten Konses stützen.

1.2)
Ich z.B. encodiere grundsätzlich alles in FLAC, MP3 encodiere ich nur für meine portablen Geräte. Die Mehrheit hier wird das ähnlich handhaben und eine *duale Strategie* mit Lossless für die Archivierung und das rechnerbasierte Abspielen sowie lossy für portable Geräte fahren.

1.3)
Es gab viele, die ihre ganze Sammlung mehrfach encodiert haben, weil eine neue Version von LAME herausgekommen ist. Die Sammlung wurde danach beim Umstieg auf Lossless erneut gerippt.

2.)
Zur Einteilung:
Ein Gruppe würde ich noch hinzufügen und zwar die grösste Grupppe: Die Gruppe der Ignoranten und Dummschätzer, wie du sie in vielen Audio-Foren findest.

Zu dieser Gruppe gehören diejenigen....
... die meinen MP3s seien grundsätzlich illegal
... die MP3 grundsätzlich ablehnen, die sie diese Entwicklung nicht verstehen und damit überfordert sind
... die MP3 grundsätzlich ablehnen, da dies aus der IT kommt und nicht von der Musikindustrie
... die MP3 grundsätzlich ablehnen, da dies einen Wendepunkt und einen Paradigmenwechsel weg von klassischem Hifi hin zur rechnerbasierter Wiedergabe darstellt
... die MP3 grundsätzlich ablehnen, die sie MP3 mit minderwertiger Musik assoziieren, da sie die Märchen der Hifi-Gazetten glauben
... die meinen MP3s würden per se immer ganz schlecht klingen und das würde jeder nach 2 Sekunden merken und wenn nicht, dann sei er taub
... die meinen MP3s würden müde machen
... die sich mit allen Mitteln um einen Foobar ABX drücken
... die sich nicht mehr melden, nachdem man ihnen einen Test-CD geschickt hat, die einen Foobar ABX simuliert, obwohl sie immer behauptet haben, es wäre ganz einfach, das herauszuhören
etc.

Gruss

10 bearbeitet von Frank Bicking (Original: 2005-12-29 22:54)

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Es gibt Leute, die nicht einmal wissen, was MP3 ist und wozu MP3 dient. Bis solche Leute von alternativen Formaten erfahren und diese auch einsetzen, können wirklich Jahrzehnte vergehen. Aber zum Glück ist diese Gruppe sehr klein, dies sind Leute die kein Interesse haben und sich auch nicht so mit Musik befassen, die sind zufrieden was im Radio läuft.

Es gibt eine Gruppe die nur von MP3 weiß, und weiß, dass MP3-Dateien kleiner sind, aber nichts davon wissen dass die Dateien nicht wie das Original klingen. Und diese Gruppe ist die größte. Der Altersbereich ist sehr groß, vom Volksschulkind bis zum Pensionär. Das Problem ist aber eher die junge Generation, die mit MP3 aufwächst, weil diese Leute der Nachfolgegeneration MP3 empfehlen.

Was man auch erwähnen sollte ist die Industrie:

Die ganzen Seiten, die 128kbps CBR codierte MP3s zum Kauf anbieten, fördern auch die Unwissenheit und zocken nebenbei die Leute ab also 1€ pro MP3. Ist ja der reinste Wucher, da lädt man sich ein Album runter (20 Lieder), zahlt 20€ für minderwertigere Tracks, wo man für den gleichen Preis eine Original-CD kriegt, die man in die Hand nehmen kann.

Also eine vorbildliche Seite ist (Moderation: Seite entfernt), die ihre Musik in den heutzutage gängigen Formaten anbietet (MP3, Vorbis, FLAC usw.) und man die Qualität selbst auswählen kann mit der man zufrieden ist. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob die Seite in Österreich legal ist, aber die anderen Anbieter sollten auch so ein Angebot haben.

Ein weiterer Faktor, der die Unwissenheit fördert ist, die Hardwareindustrie, also ich meine den Begriff MP3-Player. Wenn ich mir so die Angebote durchschaue, sieht man mit fett abgedruckte Angebote "MP3 player mit 1GB" und dann steht da noch "kann auch WMA und Radio". Man hätte solche Geräte nicht als MP3-Player bezeichnen sollen sondern einfach "portabler Musik-Player" oder so ähnlich.

Ich war ja auch früher in der Gruppe die vom nichts anderen wusste als von MP3. Aber dann hat mir ein Klassenkollege von Ogg Vorbis erzählt, dass es besser als MP3 ist usw. So habe ich im Internet recherchiert ob dies stimmt, so bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe eben von FLAC und Co. erfahren.

In der Zeit wo ich diesen Text schreibe, rippe ich nebenbei meine CD-Sammlung in FLAC neu, weil ich endlich eine neue 200er-Platte zugelegt habe und ich es satt habe, meine Sammlung immer wieder zu rippen, weil ein neuer Vorbis-Codec rauskommt. :angry:

Und FLAC-Dateien sind eben zukunftssicher, weil sie verlustfrei sind. :wub:

Es ist leichter, die 100 Dateien aus FLAC-Dateien nach Ogg Vorbis zu konvertieren, als 1000 Dateien von der CD aus neu zu rippen; und wenn man fertig ist kann man wieder von vorne anfangen, weil es wieder einen neue Version vom Codec gibt. :o

MfG schleichdi

11 bearbeitet von JeanLuc (Original: 2006-01-03 20:55)

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Lego,23.07.2004, 10:40 schrieb:

Das Kriterium "Hardwarekompatibilität" welches für mp3 spricht ist angesichts der weitverbreiteten Mängel eine mehrschneidige Argumentation ...

Ich persönlich batrachte die vorhandene Hardware-Kompatibilität von MP3 und die damit zwangsläufig einhergehenden fehlerhaften Implementierungen absolut emotionslos.

Die mir bislang ersichtlichen Mängel im Layer-3-Decoding zeichnen sich im Wesentlichen durch
* mangelhafte oder fehlende Unterstützung von VBR sowie
* generelle Beschränkung fehlerfreier Wiedergabe auf bestimmte Bitraten-Bereiche

aus.

Diese (leider noch immer häufig und auch bei hochpreisigen Geräten) auftretenden Mängel stellen eindeutig eine Verletzung des MPEG-Standards dar ... ich gehe daher konsequenterweise so weit, die Bezeichnung "MP3-Abspieler" für derartige Geräte zu verweigern und rate jedem, ein derart mängelbehaftetes Gerät schnellstmöglich gegen Rückzahlung umzutauschen.

Andere häufiger auftretende Mängel an Abspielgeräten (mir fallen da spontan beispielsweise übermäßig rauschende Ausgangsstufen oder minderwertige Wandlerbausteine ein) lassen sich selbstverständlich nicht mit dem Format MP3 verknüpfen und stehen eher in einem kausalen Zusammenhang mit der für den Hersteller letztlich ruinösen Erdrutsch-Preispolitik.

Back to topic:

MP3 wird uns trotz der CoDec-typischen Nachteile (nachzulesen z.B. unter mp3-tech.org) nicht zuletzt aufgrund der breiten Akzeptanz und bestehenden Marktdurchdringung als Quasi-Standard noch lange begleiten und meiner Ansicht nach im Stereobereich gleichzeitig den letzten verlustbehafteten CoDec mit großer Marktdurchdringung darstellen (Mehrkanalformate sowie 2-Kanal-Audio-Multiplexing lasse ich bewußt außen vor) ... auch wenn das den Vorbis-Zyloten höchstwahrscheinlich nicht gefällt ... B)

Steigende Bandbreiten bei Internetverbindungen und weiterhin sinkende Massenspeicherpreise werden meiner Meinung nach letztlich dauerhaft einen der verlustfreien CoDecs favorisieren ... sowohl im Online-Verkauf als auch im Bereich der illegalen Downloads via p2p.

Es stellt sich natürlich zwangsläufig ebenfalls die Frage, wie lange uns PCM in 44,1/16 erhalten bleiben wird. Angesichts des bestenfalls mäßigen Erfolgs von SACD und DVD-A (was letztlich m.E. auch in den rigiden Kopierschutz- bzw. Verschlüsselungsmaßnahmen begründet ist) bin ich der Ansicht, daß uns PCM 44,1/16 im Bereich der Stereomusik noch lange Zeit erhalten bleibt.

Vor allem im Hinblick darauf, daß das heutige durchschnittliche CD-Mastering das vorhandene Potential nicht einmal annähernd ausnutzt (Stichwort: z.B Loudness Race oder schlechtes Remastering) bin ich überzeugt, daß CDDA für alle zweikanaligen Belange eigentlich ein völlig ausreichendes Format darstellt.

Ich hoffe im Bezug auf Qualität der Produktionen für 2006 übrigens auf ein Umdenken der Musikindustrie auch im Bereich der Mainstream-Musik.

Edit ... Rechtschreibung/Ergänzungen :unsure:

12 bearbeitet von Frank Bicking (Original: 2006-07-22 00:06)

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

tobsen,14.10.2005, 01:05 schrieb:

Ich wage die Behauptung aufzustellen, dass ihr eure Bekannten in den allermeisten Fällen in zwei Gruppen aufteilen könnt:
• "Freaks", die sowieso schon alles im flac haben bzw. beim Neu-Rippen ihre Daten ohne Verluste anlegen würden.
• "Normale Menschen", die ihre 1000 Musidateien haben und glücklich sind, wenn sie sie hören und vielleicht noch auf ihren tragbaren Player spielen können. -15% Größe macht bei GB-Preisen von 40-60 Cent keinen von ihnen mehr Glücklich.

Oder würdet ihr noch eine 3. Gruppe einführen? Wenn ja, welche?

Nun... Ich würde eine dritte Gruppe einordnen: Die Gruppe derjeniger, die nach FLAC und MP3 (für alle Fälle, ohne viele Tags) encodieren. Jemanden wie mich.

Aber zum Thema: Ich selbst denke, MP3 bleibt noch mehrere Jahre, da jeder den Namen MP3 im Kopf hat. Es ist sowas wie eine Marke, bei der niemand wirklich daran denkt dass es Alternativen gibt. An meiner Schule kann niemand was mit FLAC, MPC oder OGG anfangen. Alle kaufen sich einen MP3-Player weil auch alle anderen einen haben. So verwendet jeder MP3s bzw. auch WMAs. Wenn die aus meiner Schule raus sein werden, werden sie MP3 auch weiterverwenden wollen.

Das ist jedenfalls mein persönlicher Erfahrungsbericht. Bitte berichtigen, wenn etwas nicht stimmen sollte. (Ich weiß noch nicht viel, da ich erst 15 bin...)

13 bearbeitet von Frank Bicking (Original: 2006-07-28 15:39)

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Jimbei,28.07.2006, 16:39 schrieb:

Aber zum Thema: Ich selbst denke, MP3 bleibt noch mehrere Jahre, da jeder den Namen MP3 im Kopf hat. Es ist sowas wie eine Marke, bei der niemand wirklich daran denkt dass es Alternativen gibt. An meiner Schule kann niemand was mit FLAC, MPC oder OGG anfangen. Alle kaufen sich einen MP3-Player weil auch alle anderen einen haben. So verwendet jeder MP3s bzw. auch WMAs. Wenn die aus meiner Schule raus sein werden, werden sie MP3 auch weiterverwenden wollen.

Da hast du völlig recht, dies kenn ich auch aus meiner Schule und aus meinen Freundeskreis. Aber derjenige, der den "MP3-Player" erfunden hat, hat dieses Gerät wohl zur Zeit erfunden wo es nichts anderes gab.

Aber heutzutage gibt es ja DRM-Geschützte MP3- und WMA-Dateien. Ein gutes Beispiel ist ja Apple. Über iTunes verkaufen sie geschützte Musik und programmieren den iPod so, dass er eben MP3 und WMA und das eigene Firmenformat unterstützt. Somit wird Werbung für MP3 gemacht und Apple verdient einerseits über den iPod und andererseits über iTunes das Geld. 

Ogg Vorbis, FLAC und alle anderen Formate werden meiner Meinung nach absichtlich nicht auf den Geräten abspielbar gemacht. Somit wird erreicht, dass Vorbis und andere Formate uninterresant werden, und durch die Massive Werbung wird diese Wissenslücke erhalten und an die Folgegeneration gegeben.

Die breite Masse ist zu faul um nach qualitativ höherwertigeren Formaten zu suchen. Hauptsache die Top 10 der Charts jaulen mit MP3@128kbps CBR oder WMA@64kbps über AC97-Karten auf billigen PC-Lautsprechern. <_<

MP3 wird ja auch weiterentwickelt durch LAME und somit qualitativ auch besser wird, aber die 90% der MP3-Hörer wissen nicht einmal, dass es unterschiedliche Encoderversionen gibt.

Das Schlimmste ist ja auch, dass online gekaufte MP3s (Musicload, Coke.at usw.) großteils kopiergeschützt und in minderwertiger Qualität (128kbps auf veralteten oder selbst entwickelten Encodern) für 1€ pro Lied verkauft werden. Da kommt die Original-CD billiger und man ist auch vor einem Headcrash geschützt.

Jimbei,28.07.2006, 16:39 schrieb:

Das ist jedenfalls mein persöhnlicher Erfahrungsbericht. Bitte berichtigen, wenn etwas nicht stimmen sollte. (Ich weiß noch nicht viel, da ich erst 15 bin...)

Eigentlich stimmt alles. Ja mit 15 weiß man nicht viel, mit der Zeit lernt man aber dazu, keiner ist allwissend zur welt gekommen. Also im Bereich Audiokompression weist du aber für dein alter sehr viel. Ich meine damit, die meisten 15-jährigen wissen ja nicht einmal wer MP3 entwickelt hat geschweige von Ogg Vorbis usw.
Außerdem wissen auch Leute die Radios und MP3-Player verkaufen nichts über Alternativen.

Ich habe deine Beiträge etwas überarbeitet und möchte dich bitten, etwas mehr Sorgfalt an den Tag zu legen. Der Inhalt geht völlig in Ordnung, nur die Form entspricht nicht so richtig unseren Vorstellungen. Bemühe dich bitte etwas mehr um ganze Sätze (Kommas statt drei Punkten) und korrekte Groß- und Kleinschreibung. Vergleiche einfach mal mit den anderen. Oft hilft auch schon die Verwendung der Vorschaufunktion.

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Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

schleichdi,28.07.2006, 15:39 schrieb:

Ogg Vorbis, FLAC und alle anderen Formate werden meiner Meinung nach absichtlich nicht auf den Geräten abspielbar gemacht. Somit wird erreicht, dass Vorbis und andere Formate uninterresant werden, und durch die Massive Werbung wird diese Wissenslücke erhalten und an die Folgegeneration gegeben.

Wenn es um Vorbis auf portablen Playern geht kann ich dir nicht wirklich zustimmen. Ich sehe keine Vorteile, nur Nachteile.
MP3, OGG und AAC liegen mittlerweile sehr nah beieinander und erreichen selbst bei Bitraten um 128kbp/s nahezu Transparenz. http://www.audiohq.de/viewtopic.php?id=1436
Auf portablen Playern kann sicher niemand mehr den Unterschied hören.
Vorbis braucht allerdings mehr Rechenleistung um decodiert zu werden als MP3, was den Akku sehr viel schneller entleert.

15 bearbeitet von Frank Bicking (Original: 2006-08-01 03:08)

Re: Wie lange wird es MP3 noch geben?

Slowking,01.08.2006, 01:28 schrieb:

Vorbis braucht allerdings mehr Rechenleistung um decodiert zu werden als MP3, was den Akku sehr viel schneller entleert.

Wobei wir bei diesem Thema aber leider auch keine vernünftige Zahlenbasis haben um es entsprechend zu gewichten. Es existieren zwar jede Menge subjektiver Berichte in Foren, aber gibt es auch ausführliche (und glaubwürdige) Tests?

Von Atrac wird ein niedrigerer Energiebedarf behauptet, wobei der sich aber wohl bei ca 10-15% aufhält und ich grad nicht weiß ob der auch für die neueren Atrac3plus-Varianten gilt, oder aus gesichten Quellen kommt. Einigkeit herrscht bei diesem Thema aber auch nicht, über mehrere Geräte und Bitraten hinweg wurde es wohl auch nicht getestet.

Vielleicht liegts auch einfach wieder mal an dem oftgemachten Fehler mp3 CBR mit Vorbis VBR zu vergleichen.

Laut dem was ich mir angelesen habe stellen VBR-Dateien höhere Anforderungen an den Processor der Geräte. Ob das stimmt und zitierwürdig ist stelle ich auch erst nochmal einmal in Frage, weil es ja eigentlich alle Geräte und Codecs betreffen müßte. Umgekehrt habe ich mich aber auch oft gefragt, ob Musepack in Q4 auf Rockbox ein energiespaendes Format wäre?

Der Einsatz von energiefressenden Farbdisplays (ua) dürfte aber bei fast allen aktuellen Playern ein wesentlich größerer Energiefresser sein, stünde wirklich so viele Leute unter einem Sparzwang, so würde diesem Thema und derm Wirkungsgrad der Kopfhörer eine viel größere Bedeutung eingeräumt.

Insofern vermute ich mal, daß das "Energiesparen durch mp3" vielleicht auch nur eine vorgeschobene Schutzbehauptung vieler ist, die einfach die wesentlich höhere Freundeskreistausch-Kompatibilität von mp3 schätzen.

Man korrigiere mich wenn nötig.
Man versorge uns bitte mit Informationen, so verhanden, subjektive Meinungen dazu habe ich zuhauf gelesen.

Hier gehts zum Auditorium ...

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AudioHQ » Gesellschaftliche Aspekte » Wie lange wird es MP3 noch geben?

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