Lame - eine Frage! (Seite 1) - Hörtests und Qualitäts-/Einstellungsfragen - AudioHQ

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Beiträge [ 11 ]



1 bearbeitet von mavraph (Original: 2017-04-06 14:12)

Thema: Lame - eine Frage!

Hallo an die Community!

Leider habe ich dieses Forum erst jetzt entdeckt. Im Moment bin ich dran mich hier "einzulesen".
Die Antwort für eine Frage, die man mir in anderen Foren nicht beantworten konnte, habe ich aber noch nicht gefunden.

Ich habe vor 13 Jahren meine gesamte CD Sammlung in mp3´s umgewandelt. Damals mit Pinnacle MyMP3 Pro 5.0 und dem Fraunhofer Codec. Aus Platz-, und Qualitätsgründen in 192 kbit CBR. 2003 hieß es in div. Publikationen: Unbedingt Fraunhofer und konstante Bitrate. Und als MP3, weil das Format einfach jedes Gerät "erkennt".

Platz spielt ja heutzutage keine Rolle mehr und so möchte ich mir die Arbeit antun und alles neu und in bester Qualität rippen. Was ich erfahren habe ist, das inzwischen Lame die bessere Qualität als Fraunhofer liefern soll und auch VBR inzwischen vorzuziehen ist.

Ich habe also die Tage EAC mit Lame Codec installiert. Lt. Wikipedia liefern die Einstellungen -V0 und -V1 die besten Ergebnisse mit durchschnittlichen Bitraten von ca. 245 kbit.
Mein altes MyMp3 Pro aus 2003 lässt diese Kompressionsrate tatsächlich zu (alt-preset fast extreme). Aber dieser alte Lame Encoder soll ja bei weitem nicht die Qualität des Aktuellen liefern.

Meine Kombination EAC / Lame lässt aber in den Kompressionseinstellungen bestenfalls bis 192 VBR zu. Wo und wie kann ich die Qualität nach oben, in Richtung -V0 oder zumindest nach -V01, schrauben? In all den EAC Anleitungen, die ich im Netz gefunden habe, wird immer wieder von -V0 und -V1 geschrieben. Nur nirgends steht wo dies einzustellen ist?!?

Brauche ich gar eine andere Software, die höhere VBR - Bitraten zulässt?
Danke schonmal für die Hilfe!

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Re: Lame - eine Frage!

Hier mal genau gelesen?

http://www.audiohq.de/viewtopic.php?id=47#MP3

Wo stellst Du den die Bitrate ein?
mit dem drop Down Menu (begrenzte Auswah) oder über die Komandozeile (alle möglichen Parameter)?
Nutzt Du auch die Globale Einstellung "Benutzerdefinierter Komprimierer" und gibst dann den Pfad zu deinem Lame Coder an?
Du schreibst viel aber nichts wirklich nützliches um Dir zu helfen, und das wo doch schon in den Forenregeln zu lesen ist, daß wir KEIN Support-Forum sind.

Folge dem Link - lese es gut durch - wichtiges ist auch noch in grün geschrieben und Du müsstes Dein Problem beseitigen können.

mavraph schrieb:

Platz spielt ja heutzutage keine Rolle mehr und so möchte ich mir die Arbeit antun und alles neu und in bester Qualität rippen.

Richtig, also warum dann weiterhin mp3 als ARCHIV, warum ein VERLUSTBEHAFTETES Format wählen und nicht ein VERLUSTFREIES wie z.B. flac, oder willst Du in 10 Jahren WIEDER deine ganzen Alben einscannen, weil es dann einen besseren mp3 Coder gibt.

ARCHIV: Einmal nur verlusfrei Rippen Taggen und ein Backup erstellen.

GEBRAUCHSDATEIEN: Fürs Autoradio oder Handy aus dem ARCHIV heraus dann den verlustbehafteten Coder nach persönlichem geschmack benutzen sich aber dabei dann RIPPEN und TAGGEN sparen können.

Denn wie Du schon sagtest:

mavraph schrieb:

Platz spielt ja heutzutage keine Rolle mehr und so möchte ich mir die Arbeit antun und alles neu und in bester Qualität rippen.

Eine besserer Kopie eines Originals als dieses nicht zu verändern gibt es nicht.

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Re: Lame - eine Frage!

Danke TomPro!

Diesen Thread hatte ich in der Tat nicht gefunden. Das steht alles drin war ich brauche.

Ich hab die Forenregeln schon gelesen, das dies KEIN Supportforum ist. Als Beispiele werden ja auch angegeben: Probleme/Fehlermeldungen/Abstürze.
Eine Einstellungsfrage, wie bei mir, habe ich nicht als vergleichbares Problem gesehen und daher gepostet. Im Supportforum konnte diese Frage übrigens nicht beantwortet werden.

Ja! Ich habe immer versucht im Drop Down Menu (Kompressionseinstellungen) eine höhere Qualitätsstufe einzugeben. Das mit der Kommandozeile hab´ ich nicht gecheckt und auch in den Lame Beschreibungen nicht gefunden.

MP3 als "Archiv" verwende ich für meinen Fiio High Res Player. Da habe ich Alles (als MP3s) drauf, was ich so an CDs habe. Ich höre also zum überwiegenden Teil mit verschiedenen Kopfhörern. Fürs Abspielen über die HiFi Anlage kommt der Fiio in die Dockingstation.
Daher habe ich auf der Festplatte eigentlich das Backup des HighRes Players.

Aber klar. Ich könnte die gesamte Sammlung als Flac speichern, und mir auf den Fiio immer nur einen Teil der Sammlung (als Flac) spielen oder, was benötigt wird, in MP3 umwandeln. Es ist halt so bequem immer alles dabei zu haben. Vielleicht mache ich das aber wirklich so????
Da muss ich mich dann allerdings erst ins Thema "Rippen ins Format Flac" einlesen.

Andererseits liest man immer wieder, das man ab einer gewissen Bitrate sowieso keinen Unterschied mehr zur CD hört. Ich habe einen Artikel einer US Uni gelesen. Da konnte kein Proband mehr zielsicher eine MP3 mit 256 kbit von der CD unterscheiden...

Da wird ich wohl noch etwas überlegen müssen, wie ich die Sache angehe....

4 bearbeitet von apfelstrudel (Original: 2017-04-17 19:17)

Re: Lame - eine Frage!

TOOL-TIPP: Für Musik verwende ich seit Jahren das Pazera Lame Front-End (incl. Lame) mit folgenden Einstellungen ...

Ich verwende VBR nur mit Stereo, klingt für mich am Besten. Der Stereoeffekt wird nicht so verfälschst wie bei Joint Stereo.
Joint Stereo wandert und pumpt bei manchen Aufnahmen. Speziell bei Wiedergabe auf meinen portablen Geräten.

http://666kb.com/i/dhn1f84dfkwwu2ql6.gif

Lame Front-End
http://www.pazera-software.com/products/lame-front-end

Graphical interface (GUI) for the popular and very fast MP3 encoder & decoder - LAME. It offers easy access to all LAME parameters without the need for command line usage. The program offers a simple mode and an advanced mode which reveals additional expert options.
Lame Front-End can work in batch mode, so it can be used by external applications to encoding/decoding files, e.g. by Exact Audio Copy, CDex.

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Re: Lame - eine Frage!

apfelstrudel schrieb:

Ich verwende VBR nur mit Stereo, klingt für mich am Besten.

Das mag für Dich GEFÜHLT ja so sein.

apfelstrudel schrieb:

Der Stereoeffekt wird nicht so verfälschst wie bei Joint Stereo.

Das ist Quatsch. Joint Stereo ist technisch gesehen MS-Stereo, DAS Verfahren in dem jeder UKW Stereosender der Welt sendet, DAS Verfahren in der jede Stereo-Schallplatte der Welt hergestellt wird.

apfelstrudel schrieb:

Joint Stereo wandert und pumpt bei manchen Aufnahmen. Speziell bei Wiedergabe auf meinen portablen Geräten.

Ist mir noch nie aufgefallen und ich arbeite schon seit über 30 Jahren als Tontechniker, da habe ich schon einiges vorgesetzt bekommen.

Gruß TomPro

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Re: Lame - eine Frage!

Danke für den Tip, Apfelstrudel.
Ich habe das Tool getestet. Der Vorteil ist aus meiner Sicht, das es den aktuellen Lame Codec verwendet und sauschnell ist. Die 3 TestCD´s wurden im Schnitt in 7 Minuten umgewandelt.
Nachteil: Leider rippt das Programm nicht direkt von der CD. Somit muss diese erst als WAV (leider wird auch kein Flac erkannt) auf die Festplatte. Das verdoppelt die Zeit und es ist ein zweiter Arbeitsgang notwendig. Macht irgendwo zwischen 14 und 15 Minuten für eine CD.
Das ist immer noch weniger als die halbe Zeit, die EAC mit demselben Codec braucht. Beim mir rechnet der PC die TestCDs im Schnitt mit 32 Minuten, direkt von der CD, um.
Bei 50% Zeitersparnis frage ich mich allerdings, ob das Ergebnis tatsächlich die selbe Qualität haben kann.

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Re: Lame - eine Frage!

Bevor ich mit der Umwandlung meiner rd. 850 CDs starte, wollte ich für mich wissen wie viel Zeit der Rip und die Umwandlung wohl dauern wird. Das Ergebnis erstaunt mich einigermaßen.

Meine drei TestCDs (Il Volo - Il Volo, Peter Gabriel - So, Elton John live in Australia) werden, mit dem alten MyMP3 pro, in durchschnittlich rd. 12 Minuten in MPs (lame, cbr 320kBit) umgewandelt.
Mit EAC und Lame (320 cbr) dauert es 32 Minuten!
Eine Umwandlung in vbr 192 brachten faxt exakt dasselbe Ergebnis. Der Unterschied bei beiden Programmen liegt im Sekundenbereich. Daher also wieder 12 zu 32 Minuten.

Bedeutet, das ich für die aktuell beste MP3-Qualität nahezu die dreifache Zeit, gegenüber dem alten Codec, investieren muss.

Also werde ich noch nach einem Tool suchen das, mit aktuellem Lame, schneller rechnet.
Oder das von Apfelstrudel empfohlene Tool verwenden, wenn ich auch pro CD 2 Arbeitsgänge habe. Dritte Variante: Testweise mit verschiedenen Programmen die Umwandlung von Flac in MP3 probieren.

Dieselben CDs in FLAC umwandeln dauert mit MyMP3 Pro durchschnittlich 11 Minuten, mit Express Rip 7 Minuten, mit EAC 26 Minuten.

Nachdem Flac immer lossless ist und in CD Qualität wiedergegeben kann, entscheidet hier wohl nur mehr die Schnelligkeit welches Tool man verwendet. Für Flac habe ich also scheints das richtige Tool gefunden.

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Re: Lame - eine Frage!

@ mavraph
Du schmeißt alles in einen Topf und versuchst, das dann zu vergleichen.

Solange Du den gleichen Codec verwendest und nur die GUI (Grafische Bedien Oberfläche) wechselst, dauert das Konvertieren (bei identischen Parametern) gleich lang und ist vergleichsweise sauschnell bei heutigen Rechnern.
Teste einfach selber und nimm eine WAV-Datei als Quelle mit den Dir zur Verfügung stehenden GUIs und messe hier mal den Zeitunterschied.

Um an die WAV-Dateien aber erstmal ranzukommen, bedarf es des Rippens der CD.

Das Auslesen der CD ist der Knackpunkt, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Hier kommt es auf die Qualität des Laufwerks (also Hardware) und des verwendeten Rip-Programms (also Software) an. Bei der Software hast Du die Wahl, ob Dir Geschwindigkeit oder Auslesequalität wichtig sind. Beides zusammen wird schwierig, da Qualität Zeit braucht.

Und wenn Dein Rip-Programm dann auch noch den Codec mit einbinden kann, erledigt es die Konvertierung von WAV nach MP3/FLAC/Ogg Vorbis/... quasi noch nebenbei. Bei einem Onlinezugang können dann auch noch die Tags automatisch gesucht und die Qualität des Rips mit Hilfe von Zusatzfunktionen wie Accurat Rip-Datenbanken überwacht werden.

Also: Zeit verschlingt das QUALITATIVE RIPPEN. Diese Zeit einmalig in FLAC investiert (oder einem anderen Lossless Codec) lohnt sich immer und spielt danach NIE WIEDER eine wesentliche Rolle. Egal, ob ich dann nachträglich aus meinem FLAC-Archiv mal eben andere Formate für meine mobilen Geräte erstellen will. Dies geht jederzeit z.B. mit foobar2000 oder anderen Audio-Convertern, ohne eingreifen zu müssen. Einfach ›Alles markieren‹ und ›Convertierung‹ starten. Das funktioniert, ohne CDs wechseln zu müssen, quasi über Nacht in einem Rutsch.

Vergiss, was ich geschrieben habe, wenn's schnell gehen soll, und rippe alle Deine CDs in 5-10 Jahren noch einmal, weil sich dann wohl allmählich der Gedanke der Qualität durchgesetzt haben mag.

Gruß TomPro

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Re: Lame - eine Frage!

Stimmt schon. Ich hab das ziemlich verwirrend geschrieben.
Ich möchte sicher keine Abstriche bei der Qualität, der Geschwindigkeit wegen, machen. Deswegen werde ich wohl ein Archiv in Flac umgewandelt anlegen. "Dasselbe" dann als MP3 für meinen FiiO.

Ist für mich durchaus logisch, das ein und derselbe Codec an sich immer gleich schnell rechnet. Warum allerdings dann eine Oberfläche wie EAC dermaßen bremst, dass es fast 3mal solange dauert (bei gleichen Einstellungen), als mit dem schnellsten Tool, ist für mich schon verwunderlich.

Inzwischen habe ich allerdings auch foobar ausprobiert und damit werde ich mein Vorhaben wohl umsetzen.
Was es allerdings mit Accurat Rip auf sich hat, muss ich mich erst schlau machen. Wie die Umwandlung mehrerer CDs, die schon als Flac auf der Festplatte liegen, in einem Rutsch funktioniert, muss ich auch noch rausfinden. Im Moment "hänge" ich noch an der Situation, das das Tool die Zielordner nicht selbstständig erstellt. Also nicht beim Rippen der CD in Flac und auch dann nicht wenn ich diese gerippte CD in MP3 umwandle. Im Moment erstelle ich jeden Ordner  noch "zu Fuß".

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Re: Lame - eine Frage!

Um mal meine Vorgehensweise mit in den Raum zu werfen:
Ich rippe mit EAC und encodiere mittels MAREO gleichzeitig in FLAC und mp3.

Dabei dient FLAC als reines Archiv, um im Zweifelsfall eine 1:1-Kopie meiner CDs zu haben, sollte mal eine CD den Alterstod sterben.

Mp3 ist für den täglichen Gebrauch. Da ich vorwiegend unterwegs höre, gehe ich sogar den Kompromiss mit -V4 ein. Platz spielt nämlich immer noch eine Rolle, denn selbst meine überschaubare Sammlung passt im mp3-Format nur gerade so auf eine micro-SD Karte. Ab 120km/h hört man den ohnehin schon minimalen Unterschied eh nicht mehr. (An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass man in der Regel ab -V2 keinen hörbaren Unterschied zum Original mehr hat. -V1 oder gar -V0 halte ich also für überflüssig.)

MAREO ist ein ziemlich altes Stück Software, welches EAC einen Encoder vorgaukelt, tatsächlich aber die Arbeit an beliebig viele Encoder weiterleitet, bevor es bei EAC Vollzug meldet. Die Konfiguration ist alles andere als intuitiv, die Lösung ist also nicht wirklich benutzerfreundlich. Es gibt andere Lösungen, die ähnlich funktionieren (REACT hieß glaube ich eine der Alternativen).

Der EAC-Macher bietet zusätzlich die kostenpflichtige Software Easy Audio Copy an, die die gleiche Sicherheit wie EAC verspricht, aber um Längen einfacher zu bedienen sein soll. Bei dieser lassen sich von Haus aus mehrere Encoder einbinden. Mich stört die nicht vorhandene Transparenz der Einstellungsmöglichkeiten...

Raubkopieren ist nicht der ideologische Kampf gegen das böse System,
sondern egoistische, arrogante, knausrige Scheiße.

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Re: Lame - eine Frage!

Comrades, I think that I have some problems with the site. Here you write that all works, but I have recently problems with access. Maybe it's just the fact that I use a proxy server. But it is hardly the case.

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