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Beiträge [ 6 ]



1 bearbeitet von Lego (Original: 2003-12-13 22:44)

Thema: Audiodateien auf Fehler überprüfen

Nicht immer funktionieren Netzwerkübertragungen oder das Zurückspielen aus einem Backup einwandfrei, sodaß am Ende Dateien oder desynchronisierte Mp3, Musepack, Flac oder andere Formate mit "Synchronisations-Fehlern" auf der HD landen. Schlimmer noch, manche wissen gar nicht, daß sie in ihrem Archiv kaputte Dateien haben.

Generelle Medieninfo auslesen
Mediainfo
http://lego.audiohq.de/Temp/Mediainfo.png

MP3

Für das mp3-Format gibts folgende Möglichkeiten:
Mp3utility checkt Dateien oder Verzeichnisse auf Fehler und verschiebt kaputte Dateien in einen Extra-Ordner und ist selbsterklärend.

http://www.uni-kassel.de/~siegner/audiohq/mp3utility.PNG

mp3val

Das Programm EncSpot ist mittlerweile völlig veraltet und nicht mehr zu empfehlen, aber noch als "Abandonware" im Filesharing erhältlich. Initiativen den Code zu retten und zu "reanimieren" gibt es aber aber meines Wissens. Wir werden sehen.

http://www.uni-kassel.de/~siegner/audiohq/encspot.PNG

MP3Test ist Shareware und hat eine deutsche Anleitung auf der Homepage. Mp3Test kann ich derzeit noch nicht als wirklich ausgereift deklarieren, dazu ist der neu hinzukommene VBR-Mode noch nicht lang genug getestet worden.

http://www.uni-kassel.de/~siegner/audiohq/mp3test.gif

Musepack

Für das Musepack-Format gibts entsprechendes:

MpcScan mit grafischer Oberfläche integriert sich ins Kontext-Menü von Ordern/Musepack-Dateien.

http://www.uni-kassel.de/~siegner/audiohq/mpcscan.PNG

MpcScan.zip enthält das entsprechende Programm für die Konsole und ist perfekt zum Einbinden in Batchdateien geeignet.

FLAC

Bei FLAC-Dateien verwendet man das FLAC-Frontend

Der Rest ist einfach, man wirft die zu checkenden Files per Drag&Drop in die Liste und drückt "Test".

http://www.uni-kassel.de/~siegner/audiohq/flacfrontend.PNG

Daraufhin geht ein DOS-Fenster auf und erstattet ensprechend Bericht das wars damit auch schon. :-)

http://www.uni-kassel.de/~siegner/audiohq/ausgabe.PNG

Zur Verdeutlichung: Eine desynchroniserte Datei

Bestenfalls für den Papierkorb geeignet sind Files, die Foobar2000 beim Abspielen so meldet:

INFO (foo_looks) : Initializing GDI+
INFO (CORE) : startup time: 881 ms
INFO (CORE) : opening file for playback :
INFO (CORE) : location: "file://K:\# intressanter Abfall\John Martyn - Bless The Weather (01) Go Easy.mp3" (0)
WARNING (foo_input_std) : mpeg stream error at 3009443 bytes, attempting resync
INFO (foo_input_std) : mpeg stream resync successful
WARNING (foo_input_std) : mpeg stream error at 3009443 bytes, attempting resync
INFO (foo_input_std) : mpeg stream resync successful

Sowas ist deutlich als Aussetzer zu hören. Ich vermute einen Gap durch fehlerhaftes Auslesen mangels Secure Mode bereits im Original.

In Mp3Utility kam entsprechend folgende Meldung.

Processing: K:\# intressanter Abfall\John Martyn - Bless The Weather (01) Go Easy.mp3

Error: Sync error reading frame header 5,618 expected at byte 3,009,444.  Approx. time: 2:30 (58% through audio).
Resync successful - Frame header 5,618 found at byte 3,009,966.
Frame 5,617 (bytes 3,008,922 - 3,009,965) long by 522 bytes (expected 522 bytes, found 1,044 bytes).

Summary: 9,799 total frames processed (0 padded, 9,799 unpadded).  Bitrate is VARIABLE.

Schaut man sich die entsprechende Stelle in einem Wave-Editor an, so sieht das dann so aus. In der Mitte ist deutlich der "Flatliner" zu sehen.

http://www.uni-kassel.de/~siegner/audiohq/desynch.PNG

Um Synchronisation-Fehler auch noch mal akustisch zu verdeutlichen hierzu noch ein  FLAC Sample (175 kB) als Download.

/MOD Lego

steht zur Überarbeitung an, Beiträge können noch berücksichtigt werden

Hier gehts zum Auditorium ...

2 bearbeitet von Frank Bicking (Original: 2006-09-08 16:57)

Re: Audiodateien auf Fehler überprüfen

Für foobar2000 existiert seit einiger Zeit eine offizielle File Integrity Verifier-Komponente. Sie wird über den Kontextmenübefehl Utils | Verify Integrity aufgerufen, decodiert alle ausgewählten Dateien und meldet dabei auftretende Fehler. Die decodierten Audiodaten werden verworfen. Wie üblich bei foobar2000 arbeitet die Funktion mit allen Audioformaten zusammen. Es braucht also keine Spezialsoftware für die einzelnen Codecs mehr.

http://www.audiohq.de/articles/foobar/foo_verifier.png

Das Ergebnis lässt sich in eine Textdatei exportieren.

Da ich extra eine Datei manipulieren musste, um einen Fehler zu erzeugen, frage ich hiermit mal nach Erfahrungsberichten.

3

Re: Audiodateien auf Fehler überprüfen

Danke für den Hinweis auf dieses Plug-In. Eigentlich habe ich es nur "Just for fun" über meine MP3- und FLAC-Datenbestände laufen lassen, war aber um so erstaunter, daß ein guter Teil der neueren MP3-Dateien defekt war (ca. 150 von 30000, wahrscheinlich ein Festplattendefekt). Die exportierte Liste war sehr hilfreich, weil am Ende eine separate Zusammenfassung der beschädigten und verdächtigten Dateien angehängt ist.

113 items could not be decoded.
228 items decoded with minor problems.

List of undecodable items:
"L:\Musik\MP3\A\AFX\1997_Analogue Bubblebath 3\1997_Analogue Bubblebath 3_09.mp3"
"L:\Musik\MP3\A\Arcana\2002_Inner Pale Sun\2002_Inner Pale Sun_05.mp3"
"L:\Musik\MP3\A\Art Of Noise\1986_In Visible Silence\1986_In Visible Silence_09.mp3"
.
.
.
"L:\Musik\MP3\YZ\ZZ Top\1992_Greatest Hits\1992_Greatest Hits_13.mp3"

List of decodable but problematic items:
"L:\Musik\MP3\A\Apoptygma Berzerk\2002_Harmonizer\2002_Harmonizer_06.mp3"
"L:\Musik\MP3\B\Bad Sector\1995_Ampos\1995_Ampos_01.mp3"
.
.
.

Die Zusammenfassung läßt sich leicht in eine Playliste umwandeln, mit der ich einerseits im Backup den Zustand der betroffenen Dateien überprüfen konnte (von den 150 waren auch 3 im Backup defekt) und andererseits die defekten Dateien mittels Foobar2000 in ein separates Verzeichnis verschieben konnte. Mit einem kompletten Abgleich von Original und Backup (ich verwende dazu FileSync) war das Problem weitgehend behoben.

Mein Fazit: Insgesamt ist dieses Plug-in EXTREM praktisch, einziger Nachteil ist, daß es je nach Menge sehr lange braucht. (130GB in ca. 15 Stunden <_< ) Dieses Plug-In nutzt nur einen Prozessor, wenn Hyperthreading und/oder ein zweiter Prozessor verfügbar ist, kann man es mehrfach nebeneinander ausführen. Ein Verfahren mit MD5-Prüfsummen sollte zwar schneller sein, ist aber nicht so narrensicher zu bedienen.

4

Re: Audiodateien auf Fehler überprüfen

Nachtrag:

Nach einer genaueren Prüfung und Vergleiche vom MD5-Prüfsummen kann ich davon ausgehen, daß noch mehr Dateien beschädigt sind, obwohl sie der Integrity-Checker als nicht fehlerhaft angemahnt hat. Somit muß ich mein Fazit etwas revidieren, das File-Integrity-Plugin ist eine schnelle Möglichkeit, auf offensichtliche Fehler zu testen, es ist aber kein Ersatz für prüfsummenbasierte Verfahren.

(Und ich habe jetzt das Problem, daß ich nicht weiß, welchen Daten ich noch trauen kann... :( )

Re: Audiodateien auf Fehler überprüfen

hallo, mir ist durchaus bewußt, dass dieser Thread schon einige Jahre alt ist aber trotzdem :)

Welche Möglichkeiten gibt es denn nun Flac-Datei zu testen? Ich habe z.b. einige Flac-Dateien mit MD5-Error, die aber trotzdem abgespielt werden können. Versuche ich diese wieder umzuwandeln, bekomme ich nach der Wav-Umwandlung dieselbe Fehlermeldung aber die Wav-Dateien sind noch da. Ein erneutes codieren ist doch nicht sinnvoll, oder?

Ich habe heute schon min eine Stunde im Netz gesucht, wie man sich da abhelfen könnte. Bin aber nur auf alte Threads gestoßen...

Bin dankbar für jeden Hinweis, viele Grüße ronaldo

Re: Audiodateien auf Fehler überprüfen

Schau Dir mal diesen Thread an - vielleicht hilft er Dir weiter
http://www.audiohq.de/viewtopic.php?id=2679&st=0

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