Datensicherung mit Live-Systemen (Seite 1) - Backup und Storage - AudioHQ

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1 bearbeitet von DAU (Original: 2006-11-27 00:00)

Thema: Datensicherung mit Live-Systemen

Datensicherung mit Live-Systemen

Gliederung:
* 01 Einleitung
* 02 Begriffsklärung
* 03 Das Win- oder Softmodem-Problem
* 04 Die Sache mit der Grafikkarte
* 05 Vorarbeiten
* 06 Das erste Mal
* 06a copy2ram
* 06b Root?
* 06c Start
* 06d Window Manager
* 06e Mount-Points
* 06f Brennen oder Kopieren
* 06g Herunterfahren
* 07 Nachtrag
* Liste getesteter Live-Distributionen
* Ressourcen im WWW
* Nachtrag

01 Einleitung

Hiermit möchte ich noch eine mehr oder weniger bekannte Möglichkeit vorstellen, nach einem Ausfall des Betriebssystems trotzdem auf i.d.R. recht unkomplizierte Weise Zugriff auf die Datenbestände des Musikarchivs zu erhalten. Es handelt sich um den Einsatz so genannter Live-Systeme, welche auf verschiedenen Linux-Distributionen basieren.
Den Artikel habe ich bewusst aus der Sicht eines durchschnittlich versierten Windows-Endbenutzers geschrieben, weil alles andere hier den Rahmen sprengen würde. Ausserdem bin auch ich kein Linux-Guru. ;)

Folgendes bitte ich Sie jedoch zu bedenken, bevor Sie mit der Lektüre fortfahren: Grundsätzlich gesehen kann und soll die hier vorgestellte Methode eine reflektierte Auseinandersetzung mit langfristig ausgerichteten Sicherungsstrategien nicht ersetzen, da sie nur für den Fall der Fälle gedacht ist, und in der Regel, von Ausnahmen abgesehen, auch nicht sehr viel mehr als die Datensicherung zu leisten vermag. Sie sollten ausserdem die englische Sprache ein wenig beherrschen, um zum einen Forenbeiträge auswerten zu können, falls Sie auf unvorhergesehene Probleme stossen, da sie derzeit die Lingua Franca ist, und zum anderen, weil die überwiegende Anzahl der Systeme über keine lokalisierte (in diesem Fall: eingedeutschte) Benutzeroberfläche verfügt. Und ganz wichtig: Beschäftigen Sie sich mit der Thematik, falls Ihr Interesse geweckt wurde, bevor der Notfall eintritt! Sicher ist sicher...

Für erfahrene Anwender dürfte der nun folgende Teil relativ uninteressant sein, weshalb sie sich gleich der unten zur Verfügung stehenden Liste zuwenden können. Alle dort aufgeführten Live-Systeme wurden von mir unter der Prämisse getestet, dass erstens: ein (zumindestens lesender) Zugriff auf die Windows-Partition(en) (FAT, NTFS) möglich, zweitens: eine umfangreichere Multimedia-Funktionalität (Audio und Video) vorhanden und drittens: ein Zugriff auf das WWW mittels Netzwerkkarte (PPPoE) möglich sind. Ausserdem spielte noch eine Rolle, von welchem Medium das Ganze gestartet werden kann und wie gross das Image ist. Die Tests erfolgten mittels CD-R als Datenträgermedium. (Zur Einrichtung meines Internet-Anschlusses habe ich im Nachtrag noch 1-2 evtl. hilfreiche Details aufgeschrieben.)

02 Begriffsklärung

Nun aber weiter: Als erstes möchte ich den Begriff kurz erläutern. Ein Live-System ist ein z.B. von einer CD-R oder anderen Medien lauffähiges Betriebssystem, welches mehr oder minder üppig mit Anwendungen versehen wurde. Oftmals möchte ein so genannter Distributor auf diese Weise die Fähigkeiten seines Systems demonstrieren, ohne den Benutzer gleich mit einer Installation auf der Festplatte konfrontieren zu wollen. Andererseits gibt es auch manches Live-System, welches erst einmal nur als solches konzipiert wurde. Auf Grund der positiven Resonanz aus Benutzerkreisen besitzen inzwischen fast alle Live-Systeme eine Funktion, um eine Installation auf der Festplatte durchführen zu können, so dies erwünscht ist.
Im Zusammenhang mit der Themenstellung ist vor allem von Bedeutung, dass uns damit noch ein zweites Betriebssystem zur Verfügung steht, welches weiterhin den Zugriff auf die Dateien der Festplatte(n) ermöglicht, wenn das ursprünglich Eingesetzte seine Dienste versagt. Anders formuliert könnte man auch sagen: Sie müssen somit nicht auf die Annehmlichkeiten einer grafischen Benutzeroberfläche verzichten.

03 Das Win- oder Softmodem-Problem

Ich erwähnte oben, dass ich mittels einer Netzwerkkarte, in meinem Fall über einen ADSL-Anschluss, Zugang zum Internet hatte. Für Benutzer von so genannten Win- oder Softmodems gestaltet sich Letztgenannter jedoch oftmals als schwierig, wenn nicht gar als unmöglich, da viele Hersteller, aus welchen Gründen auch immer, keine Treiber für Linux zur Verfügung stellen. Wer also als Modem-Benutzer auf diese Funktionalität Wert legt, weil er im Ernstfall im WWW vielleicht nach Problemlösungen für das Versagen seines eigentlich benutzten Betriebssystems suchen möchte, sollte schon im Vorfeld abklären, ob seine Hardware unter der bevorzugten Distribution überhaupt funktioniert. Zu ISDN-Karten kann ich mich auf Grund fehlender eigener Erfahrungen nicht eingehender äussern, aber soweit mir bekannt ist, dürfte wohl inzwischen die Einrichtung i.d.R. gelingen.

04 Die Sache mit der Grafikkarte

Ein ähnliches Problem kann es auch mit der gerade von Ihnen benutzten Grafikkarte geben, wobei die Betonung auf dem Konjunktiv liegt. Wenn hier Schwierigkeiten auftreten sollten, ist es möglich, vor dem Hochfahren des Betriebssystems auszuwählen, ob man an Stelle des vom Distributor vorgesehenen X-Servers mitsamt den entsprechenden Modulen (i.d.R. X.Org oder Xfree86) z.B. den Xvesa-Server oder das VESA-Modul (bzw. den Treiber) benutzen möchte. (Siehe auch: XGA, VGA oder SVGA) Ausserdem kann man entscheiden, ob Framebuffering verwendet oder in welchem Grafikmodus (bzw. welcher Bildauflösung) das GUI dargestellt werden sollen. Die entsprechenden Einstellungen können während des Bootens vorgenommen werden. Für ihre breite Hardware- und somit auch gute Graphikkartenunterstützung sind vor allem die auf Knoppix und Mandriva basierenden Distributionen wie auch Fedora, openSUSE oder Ubuntu bekannt.

05 Vorarbeiten

Bevor es weitergeht, steht erst einmal eine Entscheidung für ein oder zwei der unten aufgeführten Systeme an. Die Auswahl könnte vielleicht mittels folgender Kriterien eingegrenzt werden: Benutze ich alte oder neue Hardware? Über welche Boot-Möglichkeiten verfüge ich? Wie gross ist mein Arbeitsspeicher? Lege ich Wert auf eine deutschsprachige Benutzeroberfläche? (Tip für die Hardwareanalyse: PC Wizard o.ä.)

Wenn es hier Unsicherheiten geben und meine unten aufgeführten Angaben für Sie zu rudimentär ausfallen sollten, könnte der Besuch der entsprechenden Web-Sites weiterhelfen, da dort Näheres zu den Voraussetzungen in Erfahrung gebracht werden kann, ausserdem stehen i.d.R. (meist englischsprachige) angeschlossene Foren zur Verfügung. Beim Aufenthalt dort beachten Sie bitte diesen Verhaltenscodex. (Abgekürzte Variante bei CCux-Linux.)

Nach der Entscheidung, welche ja noch keine endgültige sein muss, folgt der Download. Hier kann der Einsatz eines Download-Managers, gerade im Hinblick auf umfangreichere Dateigrössen, nur empfohlen werden. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass abgebrochene Downloads wieder aufgenommen werden können, ohne dass der Vorgang noch einmal am Punkt Null anfängt. Die Möglichkeit zur Nutzung der meist vorhandenen Zeitplanungsfunktion dürfte vor allem auch denjenigen das Leben erleichtern, die nicht über einen Breitbandanschluss verfügen, wobei diese, wenn möglich, doch lieber die Dienste eines Freundes oder Bekannten mit schnellerem Internetzugang in Anspruch nehmen sollten, da die Images z.T. recht groß sind.
* DownThemAll! (Open Source) (Firefox-Erweiterung) (Anleitung)
* Free Download Manager (Open Source) (mit Mirror-Unterstützung; Anleitung über Hilfe | Öffne Hilfefenster bzw. F1-Taste unter Working with Free Download Manager | Working With Downloader | Downloading From Several Mirrors erreichbar)
* Orbit Downloader (Freeware)
* Star Downloader Free (Freeware)

(Die manchmal zur Verfügung stehende Möglichkeit des Downloads per BitTorrent kann oder sollte man, so sie funktioniert, natürlich auch nutzen.)

Nun folgt das Brennen des ISO-Images. Dafür eignen sich z.B. folgende Freeware- bzw. Open Source-Programme unter Windows, falls keine andere Brenn-Software wie Nero o.ä. vorhanden sein sollte.
* Ashampoo Burning Studio 6 Free (Freeware)
* Burnatonce (Freeware) (Abandonware) (Netzwelt-Tutorial: Brennen mit Burnatonce)
* BurnAware Free (Freeware)
* CDBurnerXP (Freeware) (benötigt .NET Framework ab Version 2.0) (Netzwelt-Artikel: Brenn-Vielfalt mit CDBurnerXP oder CHIP Online-Fotostrecke CDBurnerXP: So funktioniert der Gratis-Brenner)
* ImgBurn (Freeware) (englische Anleitung)
* InfraRecorder (Open Source)

06 Das erste Mal

Die gebrannte CD-R legt man nun in das Master-Laufwerk und fährt danach den Rechner herunter. Hinterher startet man ihn erneut, wobei man während des Hochfahrens z.B. die F12- oder die Entf-Taste gedrückt hält, um in die Konfigurationseinstellungen des BIOS zu gelangen. Dort verändert man die Boot-Einstellungen so, dass der Rechner auf das jeweils gewünschte Laufwerk zugreift. (Weitere Informationen zum BIOS kann man u.a. hier erhalten.) Die nachfolgende Bestätigung der getroffenen Entscheidungen lässt den Rechner erneut starten.

Voilà, der Boot-Screen sollte nun etwas anders ausschauen, als gewohnt. ;) Ab einem bestimmten Punkt besteht für Sie dann die Möglichkeit, die Bootparameter am so genannten Boot-Prompt mit Hilfe von so genannten Cheatcodes, wie z.B. hier oder hier, an Ihre Bedürfnisse anzupassen, bzw. dem Kernel mitzuteilen, ob er im weiteren Verlauf bestimmte Module benutzen soll oder nicht.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/01_boot.png

Dazu beachten Sie bitte unbedingt die erscheinenden Meldungen. Nur soviel, die Tasten F1, F2 und manchmal auch F3 dürften weitere Informationen preisgeben. Hier wäre es übrigens gut, wenn Sie zumindestens mit den Begriffen ACPI und DMA etwas anfangen können.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/02_boot.png

Sie sollten auch beachten, dass i.d.R. für die Tastatur erst einmal das US-amerikanische Layout verwendet wird. Daher funktionieren die y- und die z-Taste hier genau entgegengesetzt. Den Bindestrich finden Sie über die ?-, das Gleichheitszeichen über die ´-Taste. (siehe auch: Darstellung eines deutschen und eines US-amerikanischen Layouts.) Bis auf 1-2 Ausnahmen kann dann aber entweder schon während des Bootens oder später über das GUI eine deutsche Tastaturbelegung aktiviert werden.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/03_tastaturwahl.png

06a copy2ram

Einige Live-Distributionen bieten nun noch die Möglichkeit des copy2ram an. Dies bedeutet, dass Sie, einen entsprechend grossen Arbeitsspeicher vorausgesetzt, das gesamte System in selbigen schreiben lassen können. Nach diesem Vorgang wird das Boot-Laufwerk für andere Zwecke freigegeben, was z.B. für diejenigen nicht ganz uninteressant sein dürfte, die nur über ein Brenner- oder ein so genanntes Combo-Laufwerk verfügen.

06b Root?

Wichtig wäre übrigens noch, dass Sie auf Informationen über das Root- bzw. Master-Passwort achten. Es wird Ihnen meist an irgendeiner Stelle während des Bootvorganges mitgeteilt oder kann, wenn dies nicht der Fall sein sollte, später nach dem Start des GUI einem Dokument entnommen werden, welches meist über ein Icon aufrufbar ist, das den Namen der entsprechenden Distribution, die Bezeichnung Users Guide o.ä. trägt. Letzteres ist z.B. bei Kanotix oder Zenwalk Live der Fall. Spätestens wenn Sie Einstellungen vornehmen möchten, die Root-Rechte verlangen, benötigen Sie es nämlich.

06c Start

Wenn Sie alle nötigen Entscheidungen getroffen haben betätigen Sie die Eingabetaste, um das Betriebssystem hochfahren zu lassen. Sie können nun i.d.R. anhand der Meldungen beobachten, dass zuerst die Erstellung einer RAM-Disk im Arbeitsspeicher erfolgt, auf welche der Kernel entpackt wird, der danach umgehend mit seiner Arbeit beginnt.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/04_start.png

06d Window Manager

Nachdem der X-Server (hoffentlich erfolgreich) gestartet wurde, stossen Sie in unserem Zusammenhang vor allem auf folgende Window Manager:
* FluxBox
* IceWM
* JWM
* KWin (Bestandteil von KDE 3.x oder KDE 4.x)
* Metacity (Bestandteil von GNOME 2.x) oder Mutter (Bestandteil von GNOME 3.x)
* Openbox (wird bei LXDE benutzt)
* TWM
* Window Maker
* xfwm (Bestandteil von Xfce)

Hier ist für Sie erst einmal nur wichtig, dass manche Manager den Doppelklick auf die entsprechenden Icons verlangen, andere hingegen den Einfachklick. Dieses Verhalten können Sie aber z.B. bei Xfce oder KDE in den jeweils zur Verfügung stehenden Einstellungszentren nach Belieben anpassen. Bei FluxBox dürfte Sie ein Rechtsklick mit der Maus auf eine leere Stelle des Desktops weiterkommen lassen, wenn Sie das Anwendungsmenü suchen.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/05_fluxbox.png

Am besten machen Sie sich mit der jeweiligen Benutzeroberfläche vertraut, indem Sie nach Einstellungsmenüs oder -zentren suchen und dort ein wenig, im wahrsten Sinne des Wortes, herumspielen. Es kann nichts kaputtgehen, da Sie sich gerade mit einem Live-System auseinandersetzen, welches vor allem Ihren Arbeitsspeicher und die CPU belastet. Durchstöbern Sie auch die Anwendungsmenüs und suchen Sie nach evtl. schon vertrauten Programmnamen, denn so manche Open Source-Anwendung, wie z. B. GIMP, Audacity, OpenOffice.org oder LibreOffice, die Sie unter Windows vielleicht schon seit längerem verwenden, könnte ursprünglich aus der Linux-Welt stammen.

06e Mount-Points

Als nächstes schauen Sie dann, ob Ihre Festplatte(n) bzw. Partition(en) schon während des Boot-Vorganges eingebunden bzw. gemountet wurde(n). Dies bewerkstelligen Sie entweder per vorhandener Desktop-Icons, des jeweiligen Dateimanagers oder spezieller Anwendungen. Die Ausschau nach Begriffen wie My Computer, My Media, Storage Media, Devices, /mnt, /dev, mount, fstab o.ä. sollte Sie hier, auch in Bezug auf Programmnamen im Anwendungsmenü, weiterbringen. Beim KDE-Desktop z.B. genügt i.d.R. ein Linksklick auf die Laufwerkssymbole, um den Zugang zu ermöglichen. Alternativ gelangen Sie auch mit einem Rechtsklick auf das Symbol der Wahl in ein Kontextmenü, wo die Punkte Laufwerk einbinden bzw. Laufwerk-Einbindung lösen (deutsche Benutzeroberfläche) benutzt werden können.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/06_mount_01.png
(Beispiel 01)

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/07_mount_02.png
(Beispiel 02)

Danach oder schon von vornherein haben Sie die Möglichkeit des Zugriffs auf Ihre Festplatte(n) bzw. Partitione(n), welche unter Linux etwas anders bezeichnet werden, als z.B. unter Windows: ATA/ATAPI- bzw. IDE/EIDE-Laufwerke werden als /dev/hda, /dev/hdb u.s.w.; SCSI-Laufwerke als /dev/sda, dev/sdb u.s.w. und CD-ROM- bzw. DVD-ROM-Laufwerke als /dev/cdrom oder /dev/dvdrom, bzw. /dev/scd0 (aufwärtszählend), im Vezeichnisbaum gelistet.

Die Zuordnung der Partitionen erfolgt i.d.R. logisch nummeriert, was bedeutet, dass sich z.B. bei einem ATA/ATAPI- bzw. IDE/EIDE-Laufwerk /dev/hda1 auf die erste Partition bezieht, /dev/hda2 auf die zweite, u.s.w. u.s.f.. Dieses Beispiel kann natürlich auf ein SCSI-Laufwerk übertragen werden. Auf Mandriva basierende Live-Systeme, wie z.B. PCLinuxOS oder SAM Linux, bilden hier übrigens eine Ausnahme, da dort Bezeichnungen wie win_c, win_d o.a. auftauchen. Spätestens wenn Sie die Ordnerstruktur im Dateimanager erblicken, sollten Sie wissen, wo Sie sich gerade befinden.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/08_laufwerke_01.png
(Beispiel 01)

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/09_laufwerke_02.png
(Beispiel 02)

06f Brennen oder Kopieren

Bevor Sie mit dem Brennen beginnen, können Sie die entsprechenden Dateien noch mit einer Multimedia-Anwendung öffnen, um zu überprüfen, ob es sich auch um die Richtigen handelt, oder gleich zur Tat schreiten, wenn Sie sich Ihrer Sache sicher sind. Als Softwareplayer werden Ihnen vor allem Amarok, Banshee, MPlayer, Rhythmbox, Xine (siehe auch: Kaffeine und Totem), XMMS oder seine Forks Audacious und BMP begegnen, je nachdem, welche Anwendung bzw. welche Benutzeroberfläche der jeweilige Distributor favorisierte. Eine gewisse Einarbeitungszeit mit diesen Programmen kann ich Ihnen nicht ersparen, hier gilt einfach das Prinzip: Learning by doing.
(Zur Bedienung von Amarok 1.* hat übrigens mein Kollege Lenz zwei hier und hier zur Verfügung stehende Artikel geschrieben. Für die Benutzung vom MPlayer und Xine vielleicht noch diese Tips: Öffnen Sie die Audio-Files am besten über die Playlist-Funktion. Wenn Sie sich evtl. sogar eine (unverschlüsselte) DVD mit dem Live-System anschauen wollen, sollten Sie über das Einstellungsmenü überprüfen, ob die Laufwerksangaben korrekt sind. Weitere Informationen zum Thema DVD-Unterstützung erhalten sie hier.)
Bei den Brennprogrammen werden Sie, je nachdem, auf folgende Anwendungen treffen: Brasero, GnomeBaker, Gnome Toaster, Graveman!, K3b, Pburn oder Xfburn.

Als unkompliziertere Alternative steht Ihnen natürlich auch noch die Möglichkeit zur Verfügung, die gewünschten Dateien mit Hilfe des jeweiligen Datei-Managers auf externe Festplatten oder USB-Sticks zu kopieren.

06g Herunterfahren

Vor dem Herunterfahren des Rechners sollten Sie, falls eine manuelle Einbindung nötig war, diese wieder lösen, um etwaigen Datenverlusten vorzubeugen. Vergessen Sie bitte auch nicht, im BIOS die ursprüngliche Bootreihenfolge wiederherzustellen.

07 Nachtrag

Vielleicht diese Anmerkung noch: Themen, wie z.B. die Einrichtung eines Druckers oder eines Netzwerk-Zuganges, die Sicherung der aktuellen Sitzungseinstellungen auf einem USB-Stick respektive anderer Medien oder die Installation von fehlenden Anwendungen im Live-Betrieb habe ich absichtlich vermieden. Wenn Sie auch dies interessieren sollte, besuchen Sie bitte die entsprechenden Foren.
(In Bezug auf die Einrichtung meines Druckers sind mir vor allem PCLinuxOS und SAM Linux positiv aufgefallen. Bei diesem Thema haben übrigens inzwn. schon ganz andere Leute als ich manchmal nur noch den Kopf geschüttelt. ;) )

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch kurz etwas zur Einrichtung meines Internetzuganges sagen. Bei Kanotix und Knoppix benutzte ich die unter dem Punkt System auffindbaren Konfigurations-Werkzeuge, bei den auf Mandriva basierenden Systemen hinwiederum das jeweilige Kontroll-Zentrum (z.B. PCLinuxOS Control Center). Inzw. werden dort aber auch schon teilweise während des Bootens entsprechende Konfigurationsdialoge aufgerufen.
Bei den auf Slackware basierenden Distributionen hingegen griff ich mittels der Shell mit dem Befehl pppoe-setup auf das Konfigurations-Programm zu, nachdem ich mich mit dem Befehl su (su-Erklärung Wikipedia) und der darauffolgenden Eingabe des Passwortes als Root angemeldet hatte.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/10_bash_01.png

Unter Ubuntu aktivierte ich die Verbindung ebenfalls über die Shell, benutzte hier aber den Befehl pppoeconf.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/11_bash_02.png

Bei Fedora wiederum meldete ich mich beim System mittels su -l bzw. su --login als Administrator an, bevor ich mit pppoe-setup die DSL-Konfiguration vornahm.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/12_bash_03.png

Inzwischen kann man u.a. bei Fedora, openSUSE oder Ubuntu unter GNOME aber auch das dort vorhandene Netzwerk-Manager-Applet zur Einrichtung benutzen. Per Rechtsklick auf das Icon gelangt man zum Punkt Verbindungen bearbeiten ....

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/13_netzwerk-applet_01.png

Dort wählte ich bei den Netzwerkverbindungen den Reiter DSL, um über den Hinzufügen-Button eine neue Verbindung anzulegen.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/14_netzwerk-applet_02.png

Im sich daraufhin öffnenden Unter-Menü trug ich dann die entsprechenden Angaben ein. (Danach musste, je nach benutztem System, noch ein Sicherheits-Passwort angelegt werden.)

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/15_netzwerk-applet_03.png

Hinterher war der Zugriff auf die Verbindung mittels Linksklick auf das Applet möglich.

http://www.audiohq.de/articles/live-systeme/16_netzwerk-applet_04.png

Den Punkt "Partitionierung" habe ich in der Liste nur deshalb aufgeführt, weil er zum einen mit der Themenstellung mehr oder weniger auch zu tun hat, und zum anderen, weil die Bearbeitung von Partitionen mit Hilfe von QTParted oder seinem GNOME-Pendant GParted inzw. des öfteren Thema in diversen Fachzeitschriften war. Eine etwaige Benutzung, gerade im Hinblick auf den Zugriff auf NTFS-Partitionen, erfolgt ausdrücklich auf eigenes Risiko!

Q: Is QTParted safe to use?
A: I haven't had any problems using it... but remember that you use QTParted at your own risk!

Sie finden unten noch einige weiterführende Links, die Ihnen bei nähergehenden Fragen hoffentlich helfen, selbige zu beantworten. 

Und nun: Gute Nacht, und Viel Glück!

2 bearbeitet von DAU (Original: 2006-11-27 00:01)

Re: Datensicherung mit Live-Systemen

Liste getesteter Live-Distributionen (Stand: März 2009)
* 01 kleine Images
* 02 mittelgrosse Images
* 03 grosse Images

01 kleine Images

01a g:Mini 2.7 (ehemals GoblinX Mini) (auf Slackware basierend) (es stehen auch noch andere Versionen zur Verfügung)
* Image-Größe: ca 149 MB
* Medien: CD-R, Mini-CD, USB-Stick
* copy2ram: ja, aber nur in Englisch
* Benutzeroberfläche: Fluxbox, Xfce (Standard)
* deutsche Lokalisierung: ja, während Boot-Vorgang aktivierbar
* Dateimanager: Nautilus, Thunar
* Multimedia-Player: Audacious (AAC, FLAC, Monkeys Audio, MP3, Vorbis, WavPack), Totem (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: Xfburn
* Partionierung: nein

01b NimbleX 2008 (auf Slackware basierend)
* Image-Größe: ca 199 MB
* Medien: CD-R, Mini-CD, USB-Stick
* copy2ram: ja
* Benutzeroberfläche: EDE, Enlightenment, Fluxbox, IceWM, KDE (Standard), Openbox, TWM
* deutsche Lokalisierung: nein, aber deutsche Tastaturbelegung später wählbar
* Dateimanager: Konqueror
* Multimedia-Player: JuK (MP3, Vorbis), MPlayer (FLAC, MP3, Vorbis, WAV), Xine (AAC, FLAC, MPC, Vorbis, WAV), XMMS (MP3, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: K3b
* Partionierung: GParted

01c Puppy Linux 4.1.2 "Seamonkey" (vor allem für Nutzung auf älterer Hardware konzipiert) (diverse Remaster, sog. Puplets, sind ebenfalls ehältlich / Puppy in Deutsch / Muppy)
* Image-Größe: ca 94 MB
* Medien: CD-R(W), CF-Card, DVD-R(W), Mini-CD, USB-Stick, Zip-Diskette
* copy2ram: ja
* Benutzeroberfläche: JWM
* deutsche Lokalisierung: nein, aber deutsche Tastaturbelegung wählbar
* Dateimanager: ROX-Filer, mounten mit Pmount
* Multimedia-Player: Gxine (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV), Pmusic (FLAC, MP3, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: Pburn
* Partionierung: GParted

01d Slax 6.0.9 (auf Slackware basierend.)
* Image-Größe: ca 190 MB
* Medien: CD-R, Mini-CD, USB-Stick
* copy2ram: ja
* Benutzeroberfläche: KDE
* deutsche Lokalisierung: nein
* Dateimanager: Konqueror
* Multimedia-Player: Juk (MP3, Vorbis), KPlayer (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV, WavPack)
* Brennprogramm: K3b
* Partionierung: nein

02 mittelgrosse Images

02a MCNLive-Toronto (auf Mandriva basierend) (Abandonware)
* Image-Größe: ca 466 MB
* Medien: CD-R, USB-Stick
* copy2ram: ja
* Benutzeroberfläche: KDE
* deutsche Lokalisierung: nein
* Dateimanager: Konqueror
* Multimedia-Player: Amarok (FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV; mit Xine-Engine Gapless Playback), Gxine, JuK (FLAC, MP3, MPC, Vorbis), KMPlayer (MPlayer, Xine) (FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: K3b
* Partionierung: nein

02b Wolvix Hunter 1.1.0 (auf Slackware basierend)
* Image-Größe: ca 483 MB
* Medien: CD-R, USB-Stick
* copy2ram: ja
* Benutzeroberfläche: Xfce
* deutsche Lokalisierung: nein
* Dateimanager: Thunar
* Multimedia-Player: Audacious (FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV; mit eSound Output Plugin Gapless Playback), Exaile (FLAC, MP3, Vorbis, WAV), gXine & Xine (FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV), MPlayer (FLAC, MP3, Vorbis, WAV), VLC (FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: GnomeBaker
* Partionierung: GParted

02c Zenwalk Live 5.2 (auf Slackware und Zenwalk Linux basierend; hervorhebenswert: Beschränkung auf das Wesentliche wie bei Ubuntu)
* Image-Größe: ca 526 MB
* Medien: CD-R, USB-Stick
* copy2ram: nein
* Benutzeroberfläche: Xfce
* deutsche Lokalisierung: ja, während Boot-Vorgang aktivierbar
* Dateimanager: Thunar
* Multimedia-Player: G-MPlayer (AAC, FLAC, Monkeys Audio, MP3, MPC, Vorbis, WAV, WavPack); Gmusicbrowser (FLAC, Monkeys Audio, MP3, MPC, Vorbis, WavPack); MPlayer (wie G-MPlayer)
* Brennprogramm: Brasero
* Partionierung: GParted

03 grosse Images

03a Dreamlinux Desktop Edition 3.5 XFCE CD (auf Debian und Morphix basierend)
* Image-Größe: ca 695 MB (eine DVD-Version (GNOME) ist ebenfalls erhältlich)
* Medien: CD-R, CF-Card, DVD, SD Memory Card, USB-Stick
* copy2ram: nein
* Benutzeroberfläche: Xfce
* deutsche Lokalisierung: nein
* Dateimanager: Thunar
* Multimedia-Player: Rhythmbox (FLAC, MP3, Vorbis, WAV, WavPack), Totem (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV, WavPack)
* Brennprogramm: Brasero
* Partitionierung: nein

03b Fedora 10 (ehemals Red Hat)
* Image-Größe: ca 681 MB (eine DVD-Version ist ebenfalls erhältlich)
* Medien: CD-R, DVD
* copy2ram: nein
* Benutzeroberfläche: GNOME (KDE- (deutsch) & Xfce-Versionen ("Spins") stehen auch zur Verfügung)
* deutsche Lokalisierung: ja, während Boot-Vorgang aktivierbar
* Dateimanager: Nautilus
* Multimedia-Player: Rhythmbox (FLAC, Vorbis, WAV, WavPack), Totem (FLAC, Vorbis, WAV, WavPack)
* Brennprogramm: Nautilus-Brennfunktion (Daten) (erreichbar über Orte | CD/DVD-Ersteller)
* Partionierung: nein

03c Kanotix 2007 "Thorhammer" RC7 (auf Debian und Knoppix basierend, bekannt für sehr gute Hardware-Unterstützung)
* Image-Größe: ca 701 MB
* Medien: CD-R
* copy2ram: nein
* Benutzeroberfläche: IceWM, KDE (Standard)
* deutsche Lokalisierung: ja
* Dateimanager: Konqueror
* Multimedia-Player: Amarok (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV; mit Xine-Engine Gapless Playback), Kaffeine (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV), Xine (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: K3b
* Partionierung: GParted (über System | Partition Editor)

03d KateOS LIVE 3.6 (auf Slackware basierend)
* Image-Größe: ca 698 MB
* Medien: CD-R
* copy2ram: nein
* Benutzeroberfläche: Xfce
* deutsche Lokalisierung: ja, während Boot-Vorgang aktivierbar
* Dateimanager: Thunar
* Multimedia-Player: Audacious (AAC, FLAC, MP3, Vorbis, WAV; mit eSound Output Plugin Gapless Playback), Gxine, MPlayer (AAC, FLAC, MP3, Vorbis, WAV, WavPack), Xine (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: Graveman!
* Partionierung: GParted

03e Knoppix 5.1.1 (auf Debian basierend; die "Mutter" aktueller Live-Konzepte; bekannt für gute Hardware-Unterstützung)
* Image-Größe: ca 696 MB (eine DVD-Version (inzw. Knoppix 5.3.1) ist ebenfalls erhältlich)
* Medien: CD-R, DVD
* copy2ram: ja
* Benutzeroberfläche: Fluxbox, IceWM, KDE (Standard), TWM
* deutsche Lokalisierung: ja
* Dateimanager: Konqueror
* Multimedia-Player: Kaffeine (FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV; mit Xine-Engine Gapless Playback), XMMS (MP3, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: K3b
* Partionierung: QTParted

03f Linux Mint 9 "Isadora" (Main Edition) (auf Ubuntu basierend; bekannt für seine Benutzerfreundlichkeit) (neben einer (bisher experimentellen) Debian-Ausgabe stehen auch noch andere Versionen zur Verfügung) (Alternative: Pinguy OS)
* Image-Größe: ca 674 MB
* Medien: CD-R, DVD, USB-Stick
* copy2ram: nein
* Benutzeroberfläche: Gnome
* deutsche Lokalisierung: nein
* Dateimanager: Nautilus
* Multimedia-Player: Gnome MPlayer (AAC, FLAC, Monkeys Audio, MP3, MPC, Vorbis, WAV, WavPack), Rhythmbox (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV, WavPack), Totem (AAC, FLAC, Monkeys Audio, MP3, MPC, Vorbis, WAV, WavPack)
* Brennprogramm: Brasero oder Nautilus-Brennfunktion (über Menu | All Applications erreichbar)
* Partionierung: GParted

03g openSUSE 11.1 GNOME (ehemals SUSE Linux)
* Image-Größe: ca 652 MB (eine DVD-Version steht auch zur Verfügung)
* Medien: CD-R, DVD
* copy2ram: nein
* Benutzeroberfläche: GNOME (eine KDE-Version ist ebenfalls erhältlich)
* deutsche Lokalisierung: ja, während Boot-Vorgang aktivierbar
* Dateimanager: Nautilus
* Multimedia-Player: Banshee (FLAC, Vorbis, WAV, WavPack), Totem (FLAC, Vorbis, WAV, WavPack)
* Brennprogramm: Brasero
* Partionierung: ja (im YaST-Kontrollzentrum unter System | Partitionierer)

03h PCLinuxOS 2009.1 (auf Mandriva basierend; für gute Hardware-Unterstützung und Benutzerfreundlichkeit bekannt)
* Image-Größe: ca 696 MB
* Medien: CD-R, USB-Stick
* copy2ram: ja
* Benutzeroberfläche: KDE (es stehen noch andere Versionen zur Verfügung; deutsche Ausgaben gibt es bei PCLinuxOS[DE])
* deutsche Lokalisierung: (bisher) nein
* Dateimanager: Konqueror
* Multimedia-Player: Amarok (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV), Kaffeine (AAC, FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV) (beide mit Xine-Engine Gapless Playback), KMPlayer (MPlayer, Xine) & MPlayer (AAC, FLAC, Monkeys Audio, MP3, MPC, Vorbis, WAV, WavPack)
* Brennprogramm: K3b (über System | Archiving | CD Burning | CD & DVD Burning (K3b))
* Partionierung: ja (DiskDrake ist nach Aufruf des PCLinuxOS Control Centers über den im Panel vorhandenen Configure Your Computer - Administration Center-Button und nachfolgender Eingabe des Root-Passwortes unter Local disks | Manage disk partitions erreichbar)

03i SAM Linux 2007 (auf Mandriva und PCLinuxOS basierend; ebenfalls gute Hardware-Unterstützung und Benutzerfreundlichkeit)
* Image-Größe: ca 700 MB
* Medien: CD-R, USB-Stick
* copy2ram: ja
* Benutzeroberfläche: Xfce
* deutsche Lokalisierung: ja, während Boot-Vorgang aktivierbar
* Dateimanager: Thunar
* Multimedia-Player: Exaile (FLAC, MP3, Vorbis), gXine (FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV), MPlayer (FLAC, MP3, MPC, Vorbis, WAV), XMMS (MP3, Vorbis, WAV)
* Brennprogramm: GnomeBaker, Gnome Toaster
* Partionierung: GParted

03j Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex" (auf Debian basierend; hervorhebenswert: Reduktion auf das Wesentliche, ausserdem gute Hardware-Unterstützung und Benutzerfreundlichkeit)
* Image-Größe: ca 698 MB
* Medien: CD-R, USB-Stick
* copy2ram: nein
* Benutzeroberfläche: GNOME (KDE- und Xfce-Versionen stehen ebenfalls zur Verfügung)
* deutsche Lokalisierung: ja, während Boot-Vorgang aktivierbar
* Dateimanager: Nautilus
* Multimedia-Player: Rhythmbox (AAC*, FLAC, Monkeys Audio*, MP3*, MPC*, Vorbis, WAV, WavPack), Totem (AAC*, FLAC, Monkeys Audio*, MP3*, MPC*, Vorbis, WAV, WavPack) (*GStreamer-Plugins bei Online-Verbindung nachrüstbar)
* Brennprogramm: Brasero, Nautilus-Brennfunktion (Daten) (erreichbar über Orte | CD/DVD-Ersteller)
* Partionierung: GParted (erreichbar über System | Systemverwaltung | Partition Editor)
* Nachbemerkung zum Brennen mit Nautilus: Leider zeigt Nautilus (bisher) die Grösse des jeweiligen Brennprojektes nicht an, aber man kann dieses Manko folgendermassen ausgleichen: Nach Aufruf der Brennfunktion legt man einen Projektordner an, in dem die zu brennenden Daten gesammelt werden. Über den Eigenschaften-Dialog des Projektordners kann man dann die Grösse des gesamten Inhaltes überprüfen. (Es werden hier übrigens nur virtuelle Ordner bzw. auf die jeweiligen Dateien verweisende symbolische Verknüpfungen angelegt, weshalb man sich keine Sorgen wegen einer etwaigen Überlastung des vorhandenen Arbeitsspeichers machen muss.)

(Die Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wurde nur unter den Gesichtspunkten des vorangehenden Artikels erstellt.)

3 bearbeitet von DAU (Original: 2006-11-27 00:03)

Re: Datensicherung mit Live-Systemen

Ressourcen im WWW:
* 01 Allgemeines
* 02 Bash (bzw. Shell)
* 03 Distributionen
* 04 Drucken
* 05 Hilfe-Seiten
* 06 Knoppix
* 07 Live USB-Stick
* 08 User Groups

01 Allgemeines
* Die GPL kommentiert und erklärt (Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software) (unter Creative Commons-Lizenz stehende PDF-Version bei O'Reilly OpenBooks; Hinweis: roter Text verweist auf Links)
* Free Software Foundation Europe-Dokumente (Dokumente, Informationen, Philosophie und andere Quellen über Freie Software, die FSFE, sowie verwandte Themen.)
* Freie Software zwischen Privat- und Gemeineigentum (Volker Grassmuck) (unter Creative Commons-Lizenz veröffentlichte PDF-Version steht zur Verfügung)
* Geschichte von Linux (Wikipedia)
* Linux ist nicht Windows (grundsätzliche Überlegungen zum Thema)
* Open Source (Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung)
* Open Source - Eine Einführung (Thomas Krumbein) (Auszug aus dem Buch "Open Source einsetzen und integrieren" bei Galileo Computing)
* Open Source Jahrbuch * ("Technische, rechtliche und ökonomische Aspekte von Open Source"; auch als herunterladbare PDF herausgegeben vom Förderverein Open Source Jahrbuch e.V. an der TU Berlin)
* Open Source - kurz & gut (O'Reilly & Associates) (Online-Version des O'Reilly-Buches)

02 Bash (bzw. Shell)
* /bin/bash
* Bash-Befehle und Bash-Programmierung
* Bash Prompt HOWTO
* The Art of Command Line (engl.)
* Wichtigste BASH Befehle

03 Distributionen
* DistroWatch.com
* Liste von Linux-Distributionen (Wikipedia)

04 Drucken
* cups.org (CUPS-Homepage)
* Drucken mit Linux (EasyLinux 10/2003)
* Drucken unter Linux mit CUPS (PDF) (ZID der TU Wien)
* Drucker hinzufügen (HowTo bei CCux-Linux)
* Gutenprint (ehemals Gimp-Print)
* Linux Druckerinstallation (CUPS-Anleitung unter Samba beim Studentenheim Moserhofgasse 20/Graz)
* OpenPrinting (engl.) (u.a. auch Foomatic)

05 Hilfe-Seiten
* 64-bit.de
* Austrian Linux Forum
* bretschneidernet.de
* Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch (Frank Ronneburg)
* Die inoffizielle Fedora FAQ (deutsche Version von The Unofficial Fedora® FAQ)
* Einstieg in Linux - Das Ubuntu Anwenderhandbuch (Marcus Fischer) (als PDF-Version erhältlich)
* Fedorawiki.de (in Zusammenarbeit mit Fedoraforum.de & Fedorausers.de)
* freiesMagazin (Online-Magazin rund um GNU/Linux und Freie Software) (ältere Ausgaben als PDF-Version vorhanden)
* Gentoo Linux - Installation - Konfiguration - Administration (von Gunnar Wrobel, als OpenBook-PDF unter CC-Lizenz bei Open Source Press)
* Handbuch Linux (Handbuch für Befehlsfunktionen von Stefan Baireuther & Michael Petri) (u.a. auch als PDF erhältlich)
* HowtoForge
* Kanotix* Manual (etwas älter; auch als PDF erhältlich)
* Klaus Gerhardt – Linux Seiten
* Linupedia (Support-Wiki für openSUSE Linux®)
* Linux (Johannes Plötner, Steffen Wendzel) (Handbuch als HTML-Version bei Galileo <openbook>)
* LinuX Anwenderhandbuch (Linux Anwenderhandbuch und Leitfaden für die Systemverwaltung) (PDF)
* linux-club.de (Support-Forum für openSUSE Linux®)
* Linux-Forum.at
* Linux-Forum.de
* linuxforen.de
* Linux für Alle
* Linuxhaven
* Linux-Kompendium (Wikibooks)
* LinuxMint-Forum.de
* Linux Mint Forums (engl.; u.a. deutsches Unterforum vorhanden)
* LinuxMint.Org
* LinuxMintUsers.de
* Linux-Praxis.de
* Linux Praxishandbuch (L. Kaufman, M.K. Dalheimer u.a.) (unter Creative Commons-Lizenz stehende PDF-Version bei O'Reilly OpenBooks)
* LinuxQuestions.org (engl.)
* LinuxUser Artikel-Archiv
* LinuxWiki.org
* openSUSE Forums (engl.)
* openSUSE.org (Wiki)
* PCLinuxOS[DE]
* SelfLinux
* Tuxhausen
* Ubuntu-Forum.de
* Ubuntu GNU/Linux (Marcus Fischer) (Handbuch als HTML-Version bei Galileo <openbook>)
* Ubuntu Manual Project (Ubuntu-Handbuch als PDF)
* ubuntuusers.de (Wiki)
* Yalm (Yet Another Linux Magazine) (freies PDF-Linuxmagazin mit Ubuntu-Schwerpunkt)

06 Knoppix
* Datenrettung mit Knoppix (c't Themen-Special von Mirko Dölle)
* Interview: Warum gerade Knoppix? (Golem.de sprach mit Klaus Knopper)
* Knoppix: Eine kurze Anleitung für Linux-Einsteiger (c't-Artikel von Matthias Grote)
* Knoppixforum
* Knoppix kompakt ("Knowing Knoppix" von Phil Jones, dt. Übersetzung und Bearbeitung Rainer Hattenhauer; als HTML-, PDF- oder OpenOffice.org-Version bei Galileo <openbook>)
* Knoppix komplett (c't Themen-Special von Dr. Oliver Diedrich & Andrea Müller)
* Knoppix.net (englisch)
* Linux-Kompendium: Knoppix (wikibooks.org)
* Linux zum Ausprobieren (Online-Artikel der c't)

07 Live USB-Stick
* LinuxLive USB Creator (Windows) (unkompliziert einen Live USB-Stick unter Windows erstellen)
* Pendrivelinux.com (Windows) (Live-Systeme unkompliziert auf dem USB-Stick installieren)
* UNetbootin (Linux, Mac OS X, Windows) (unkompliziert einen Live USB-Stick erstellen)

08 User Groups
* Linux User Group

4 bearbeitet von DAU (Original: 2007-04-04 04:08)

Re: Datensicherung mit Live-Systemen

Nachtrag:

Bei einigen Systemen gab es inzw. mit neuen Ausgaben veränderte Detaillösungen, auf welche ich aber nicht weiter eingehen möchte. Des Überblicks halber habe ich daher den jeweiligen Distributionen in der Liste die Versionsnummern hinzugefügt.

Zum Sinn oder Unsinn der Integration von Composition Window Managern, wie z.B. Beryl, die Dank Xgl oder AIGLX nun auch hier den Desktop mit 3D-Effekten versorgen können, u.a. bei Knoppix ab Version 5.2, MCN Live oder SAM Linux, mag ich mich nicht weiter äussern; wobei ich trotz mancher persönlicher Vorbehalte wegen des "Aufblähens" ursprünglicher Konzepte dennoch meine: Das kann, so es funktioniert, dann doch recht schick ausschauen, und wenn es die Hardware erlaubt, warum nicht.
Im übrigen dreht sich ja die Erde bekanntlich weiter, weshalb meine Vorbehalte schon morgen das Zeitliche segnen dürfte. Ob ein Benutzer z.B. in Burkina Faso letzteres genauso sieht, das steht dann natürlich noch einmal auf einem anderen, hier nicht weiter interessierenden Blatt. (Für die Einbindung des Closed Source-Treibers von NVIDIA bei Knoppix ab Version 5.2 steht hier ein c't-Artikel von Mirko Dölle zur Verfügung.)

Im Zusammenhang mit dem gerade angesprochenen Thema sollte übrigens das auf Gentoo basierende Sabayon Linux nicht länger unerwähnt bleiben, weil es evtl. benötigte proprietäre Grafikkarten-Treiber gleich mitbringt. Bevor nun die Frage auftaucht, weshalb ich es nicht in die Liste mit aufgenommen habe, möchte ich darauf hinweisen, dass hier leider (bisher) die PPPoE-Konfiguration nicht zufriedenstellend funktioniert. Ich hatte die 3.3b miniEdition im Gebrauch und kann den verlinkten Forumsbeitrag nur bestätigen. Andererseits jedoch sei Leuten, die Beryl gerne einmal "antesten" möchten, Sabayon wärmstens ans Herz gelegt. Abgesehen vom angesprochenen Manko funktionierte es bei mir unter der englischen Oberfläche in Bezug auf den Kontext zufriedenstellend.

In Bezug auf GParted sei hiermit noch darauf hingewiesen, dass nun schon seit einiger Zeit neben der "klassischen" GParted-LiveCD auch eine Version existiert, die das Partitionierungstool mit einem Klone- bzw. Imaging-Werkzeug namens Clonezilla kombiniert. Das Projekt nennt sich daher ganz einfach GParted-Clonezilla LiveCD. Davon abgesehen könnte Parted Magic als Fork der GParted-LiveCD für diejenigen, die den Ausflug auf die Kommandozeilen-Ebene nicht scheuen, auch noch recht interessant sein, da dem System diverse hilfreiche Werkzeuge hinzugefügt wurden, von denen aber einige - wie bereits erwähnt - nur über ein Command-Line- bzw. Text User Interface ansprechbar sind.

Nähere Informationen zu Clonezilla stehen u.a. hier zur Verfügung:
* Clonezilla (allgemeiner Ubuntu-Forum Wiki-Artikel)
* Clonezilla (Artikel von Norbert Eusterholz mit Netzwerk-Schwerpunkt)
* Clonezilla: Festplatten kostenlos klonen (CHIP Online-Artikel von Christian Lanzerath)
* Free Imaging software - CloneZilla & PartImage - Tutorial (Dedoimedo-Artikel (engl.))
* How to clone hard drives with Clonezilla (TuxRadar-Artikel (engl.))
* Mit Clonezilla eine Festplatte oder Partition sichern u. wiederherstellen (Image erstellen u. zurück spielen), lokal oder über Netzwerk (Administrator.de-Artikel)
* Wiederherstellung eines CloneZilla Images (Thomas Krenn Wiki-Artikel mit Netzwerk-Schwerpunkt)

Eine Anmerkung noch: Ich weiss bisher nicht, ob ich die Liste auch weiterhin aktuell halten werde, da die ganze Geschichte einem persönlichen Interesse entsprang. Vor ca. 3 Jahren Dank der Arbeit von Klaus Knopper mit dem Linux- und Live-System-Virus "infiziert", habe ich z.Z. mit Wolvix "meine" Live-Distribution gefunden. Evtl. mag es ja "da draussen" noch jemanden geben, den dieses Thema inzw. ebenfalls fasziniert, weshalb ich es erst einmal der Community überlasse, wie es mit diesem Thread weitergeht. Ausserdem handelt es sich hier um ein recht dynamisches Thema, bei dem zukünftig Alleinstellungsmerkmale eine wichtigere Rolle spielen könnten, um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen. Ok, ich denke, wir werden es erleben.

Gruss

P.S.: Vielleicht gibt es ja z.B. auch jemanden, der über seine Erfahrungen mit BartPE oder WinBuilder berichten möchte?

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