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		<title><![CDATA[AudioHQ - Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
		<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?id=2299</link>
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		<description><![CDATA[Die neusten Beiträge in Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten.]]></description>
		<lastBuildDate>Sat, 27 Jul 2013 10:07:12 +0000</lastBuildDate>
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			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=33297#p33297</link>
			<description><![CDATA[<p>Natürlich erkennt keiner mehr gute Musik, bei so viel elektronischer Musik und vor allem Pop wie er heute künstlich aufbereitet wird, steht die Technik immer mehr im Vordergrund. Heutzutage wird doch alles so bearbeitet, dass man mit den schlechtesten Sängern ein super Album produzieren kann.</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Soundinvestor)]]></author>
			<pubDate>Sat, 27 Jul 2013 10:07:12 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=33297#p33297</guid>
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			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=33253#p33253</link>
			<description><![CDATA[<p>Hallo </p><p>ja ich kann nur zustimmen, die Technik steht viel mehr im Vordergrund als die Musik an sich. Menschen könne sich Stundenlang darüber unterhalten wie sie was &quot;gerippt&quot; haben, aber was für Musik das ist und wie sie klingt ist nebensächlich. Genauso ist es mit Stereonanlagen ... alle wissen wie viel db die Anlange hat und welche Klangeinstellung super ist, aber die Qualität des Musikers könne sie kaum einschätzen. Teilweise kommt es mir so vor das Musik zu einer nebenher konsumierten Massenware geworden ist, deren Wert immer mehr sinkt aber die Geräte die sie Abspielen immer wichtiger werden ... SCHADE für alle die das mitmachen ...</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (schmidtke_25)]]></author>
			<pubDate>Thu, 30 May 2013 08:54:14 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=33253#p33253</guid>
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			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=33002#p33002</link>
			<description><![CDATA[<div class="quotebox"><cite>s.gerhardt21 schrieb:</cite><blockquote><p>Aber das Problem an der Sache liegt auch in der Musik. Die Musikindustrie weiß ja um das Hörverhalten und haut jeden Woche einen neuen Star raus, der Massen an leichtverdaulicher Musik rausschmeißt, die prima nebenher gehört werden kann, wenn man sich aber mal wirklich komplett auf die Musik konzentriert, merkt man schnell, wie banal sie ist. Das war früher eben noch etwas anders.</p></blockquote></div><p>Das ist leider nur zu wahr.</p><p>Was den Umfang meiner Musiksammlung angeht: Ich besitze schon seit geraumer Zeit keine einzige CD, Musik-Kassette oder Schallplatte mehr, was allerdings auch damit zusammenhängt, dass ich eine Weile mehr oder weniger aus dem Koffer gelebt habe und jeder, der mal hunderte CDs und Vinyls von A nach B umgezogen hat wohl weiß, wie schwer und sperrig die Dinger werden können. Irgendwann habe ich dann alle, in meinem Fall eine noch überschaubare Sammlung, einfach weggegeben und mir die wichtigsten als MP3 in guter Qualität auf zwei externe Festplatten (Master und Sicherung) archiviert und alles Neue nur noch direkt als MP3 gekauft. Momentan bin ich dabei, nach und nach diesen &quot;lokalen&quot; Bestand schließlich aufzulösen und auf eine Online-Festplatte zu übertragen. Dann muss ich nicht mal mehr die Festplatte mit auf Reisen nehmen, solange es am Ziel einen ordentlichen Internetanschluss gibt.</p><p>Leute, die Musik exzessiv sammeln, konvertieren etc. sind möglicherweise aber auch schlicht vergleichbar mit denen, die z.B. Briefmarken oder Schlüsselanhänger sammeln: Es geht vordergründig um den Akt des Sammelns selbst als um den eigentlichen Zweck, das Hören.</p><p>Ich arbeite viel am Computer (Programmierung) und höre dabei eigentlich immer Musik nebenbei, weil ich es entspannend finde. Darauf konzentrieren kann ich mich nicht wirklich, darum geht es in der Situation aber auch nicht. Komischerweise höre ich dafür nie Musik wenn ich beispielsweise draußen unterwegs bin, weil ich es dort eher als störend empfinde, eben weil ich mich dann nicht darauf konzentrieren bzw. &quot;aktiv hören&quot; kann. Ich mache selber Musik und dies trägt viel dazu bei, Musik möglichst nicht nur &quot;im Vorbeigehen&quot; zu konsumieren. Am Besten ist es natürlich immer noch, sich die Künstler live anzusehen und zuzuhören.</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (sevenacids)]]></author>
			<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 03:20:08 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=33002#p33002</guid>
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			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=32986#p32986</link>
			<description><![CDATA[<p>Ich halte auch nicht viel von Musiksammlungen, die man eh niemals hören wird. Ich &quot;besitze&quot; nur so viel wie ich auch hören kann und hören will, muss aber zugeben, dass ich mittlerweile tatsächlich Musik nur noch nebenbei höre. Das war von ca. 10 Jahren noch anders. Aber heute finde ich die Zeit dazu nicht mehr. Naja, ist wohl tatsächlich so, dass man heutzutage im Dauerstress ist. Ich sehne mich schon ein wenig nach den Zeiten als ich noch zu Hause Musik aufgelegt habe, mir eine Pizza kommen lassen habe und auf der Couch die Musik, begleitet von Pizza und Wein genießen konnte! Das war immer sehr schön. </p><p>Aber das Problem an der Sache liegt auch in der Musik. Die Musikindustrie weiß ja um das Hörverhalten und haut jeden Woche einen neuen Star raus, der Massen an leichtverdaulicher Musik rausschmeißt, die prima nebenher gehört werden kann, wenn man sich aber mal wirklich komplett auf die Musik konzentriert, merkt man schnell, wie banal sie ist. Das war früher eben noch etwas anders.</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (s.gerhardt21)]]></author>
			<pubDate>Thu, 20 Sep 2012 12:32:47 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=32986#p32986</guid>
		</item>
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			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9661#p9661</link>
			<description><![CDATA[<div class="quotebox"><cite>Lego,28.06.2007, 22:43 schrieb:</cite><blockquote><p>das Wort &quot;Phrasen&quot; ist stark negativ besetzt, wenn möglich bitte zukünftig Alternativen zu diesem Wort  benutzen.  </p><p>Zur Verfügung stehen:<br />Floskeln<br />Binsenwahrheiten<br />Allgemeinplätze<br />Übertreibungen <br />Trends<br />dikussionswürdige Zusammenfassungen</p><p>Danke.  B)</p></blockquote></div><p>Ich hoffe die eigentliche Bedeutung des Wortes Phrase = Redeweise, Redewendung ist genehm! Der negative Aspekt (im Umgangssprachlichen) war mir nach 14 Stunden arbeiten nicht mehr so bewusst - sorry<br /></p><div class="quotebox"><cite>Lego,28.06.2007, 22:43 schrieb:</cite><blockquote><p>PS:<br />Ganz großer Käse ist der Bolero von Ravel! ;-)</p></blockquote></div><p>Warum? Wer es als Soudtrack für sein erstes Mal verwendet, hat dann immerhin 15 Minuten lang seinen Spass - aber immer schön im Takt bleiben ;)<br />Achja, und wenn man den Repeat-Knopf drückt gehts auch länger (die Wiederholung fällt gar nicht so auf!)...</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Zytophag)]]></author>
			<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 17:44:10 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9661#p9661</guid>
		</item>
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			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9654#p9654</link>
			<description><![CDATA[<p>@Birk</p><div class="quotebox"><cite>Birk,28.06.2007, 17:45 schrieb:</cite><blockquote><p>Zum Thema große Archive: ... ff.</p></blockquote></div><p>Ich interpretiere das erst einmal so, dass Du Dich evtl. an meiner Formulierung</p><div class="quotebox"><cite>myself schrieb:</cite><blockquote><p>Je nachdem, wie diese Sammlungen entstanden sind, ... ff.</p></blockquote></div><p>ein wenig gestossen hast?</p><p>Hm, Du hast Recht, da steckt schon, wenn ich&#039;s jetzt noch einmal lese, eine kleine Spitze drin, war aber eigentlich eher als nüchterne Feststellung gedacht.</p><p>Ich würde es mal so formulieren: Das Thema Filesharing wollten wir hier eigentlich immer tunlichst vermeiden, da derzeit vernünftige und vor allem gewinnbringende Diskussionen, auch aufgrund der Rechtslage, kaum möglich sind. Ausserdem kannst Du davon ausgehen, dass die meisten Leute aus dieser Community an diesem Thema wohl eher in Hinsicht eines <strong>Tauschens auf gleicher Augenhöhe</strong> interessiert sein dürften, wenn überhaupt.</p><p>Wie Dir sicherlich schon aufgefallen sein wird, widmen wir uns dem Schwerpunkt der bitgenauen Audioreproduktion und allem, was sich damit irgendwie mehr oder minder verbinden lässt; was wiederum bedeutet, dass hier so mancher sein für den Erwerb von neuer Musik vorgesehenes Monatsbudget nicht all zu selten deutlich überstrapazieren dürfte. Bei mir jedenfalls ist es des öfteren so.</p><p>Sicherlich birgt das Filesharing auch Potential für den Erhalt kulturhistorischer Werte, aber zur Zeit gibt es da, auch auf politischer Ebene, fast gar kein Interesse, in diese Richtung überhaupt denken zu wollen. Die Rückschlüsse, warum das so ist, überlasse ich dem Einzelnen.</p><p>Um es zum Abschluss zu bringen – und das richtet sich auch an andere, die da evtl. gerne &quot;einsteigen&quot; (ja, ja, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwiebelfisch_(Kolumne)#Der_Dativ_ist_dem_Genitiv_sein_Tod">Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod</a>...) möchten: Von meiner, bzw. unserer Seite besteht kein gesteigertes Interesse, weiterhin auf dieses Thema einzugehen. Wenn jemand meine Formulierung als Affront empfinden mag, dann sei ihm hiermit noch einmal gesagt, dass sie nicht als solcher gedacht war.</p><p>Ich hoffe, dass das hiermit geklärt ist. Den an Dich gerichteten Sätzen von Zytophag zum Stichwort &quot;bewusstes Hören&quot; möchte ich mich anschliessen.</p><p>Gruss </p><p>P.S.: Na gut, die &quot;Phrasierung&quot; ;) ist geschenkt...</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (DAU)]]></author>
			<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 22:52:54 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9654#p9654</guid>
		</item>
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			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9653#p9653</link>
			<description><![CDATA[<div class="quotebox"><cite>Zytophag,28.06.2007, 23:18 schrieb:</cite><blockquote><p> Hallo Birk,</p><p>Phrasen wie [...]</p></blockquote></div><p><span style="color: green">/Lego<br />das Wort &quot;Phrasen&quot; ist stark negativ besetzt, wenn möglich bitte zukünftig Alternativen zu diesem Wort&nbsp; benutzen.&nbsp; </span></p><p><span style="color: green">Zur Verfügung stehen:<br />Floskeln<br />Binsenwahrheiten<br />Allgemeinplätze<br />Übertreibungen <br />Trends<br />dikussionswürdige Zusammenfassungen</span></p><p><span style="color: green">Danke.&nbsp; B) <br />Gruss</span></p><p>[OnTopic:]</p><p>Hallo</p><p>&quot;Bewusstes Musikhören&quot; ist ein herrliches Stichwort.</p><p>Ich erkläre hiermit, daß ich mich schon mit meiner Pubertät (unbemerkt von der Öffentlichkeit) frei von &quot;bewusstem Musikhören&quot; gemacht habe und es (nur so am Rande erwähnt) gut fand und es heute noch gut finde. Insbesondere den Aspekt &quot;Musik bei vollem Bewusstsein&quot; fand und finde ich gut. Von besinnlich bis &quot;lass es krachen&quot; war und ist alles dabei.</p><p>Ich erinnere mich jedenfalls nur zu gut, daß mein Leben von einem Soundtrack begleitet wurde und wird. </p><p>- mein &quot;BierdosenPunk-Zeit&quot; (Sex Pistols und Grandmaster Flash)<br />- mein &quot;erstes Mal&quot; (wohl offensichtlich mit der richtigen Musikwahl) <br />- mein &quot;schönstes Mal&quot; (mehr dazu verrate ich nicht) <br />- meine Studi- und &quot;ich gebe mich jahrelang politisch aktiviert-Zeit&quot;<br />- ... </p><p>... und ich passende musikalische Akzete einer (Jugend-)Kultur sehr zu schätzen weiss.</p><div class="quotebox"><blockquote><p>In diesem Sinne: Du sollst deine Musik so hören, wie du es am liebsten möchtest!</p></blockquote></div><p>Guter Spruch, große Teile meines &quot;Hörerdaseins&quot; wären fern des HiFi-/HighEnd, mit so einem Spruch komme ich gut klar. </p><p>Gruß<br />Lego</p><p>PS:<br />Ganz großer Käse ist der Bolero von Ravel! ;-)</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Lego)]]></author>
			<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 21:43:07 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9653#p9653</guid>
		</item>
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			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9652#p9652</link>
			<description><![CDATA[<p>Hallo Birk,</p><p>(Phrasen) <strong> <span style="color: green">Redeweisen</span></strong> wie &quot;bewusst Musik hören&quot; etc. interpretiert natürlich jeder auf seine eigene Weise, und zieht dementsprechend subjektive Grenzen. Aus diesem Grund kann ich jetzt natürlich auch nur für mich sprechen:</p><p>Bewusstes Musikhören beginnt für mich etwa ab jenem Punkt, wo man wahrnimmt, was genau man hört. Am besten erkläre ich es mit folgender Situations-Beschreibung: Ich bin gerade mir irgendetwas beschäftigt, voll und ganz auf das konzentriert, was ich tue. Nebenbei dudelt mein Radio und ich nehme die Musik im Grunde nur als entfernte Geräuschkulisse war (also quasi konsumiere ich unbewusst Musik, damit ich mich nicht alleine fühle etc.). Doch plötzlich wendet sich meine Aufmerksamkeit dem Radio zu. Ich stelle fest, das gerade ein Lied läuft, welches ich noch nie gehört habe, das jedoch etwas hat, was mir gefällt. Nun ist das, was vorher meine volle Aufmerksamkeit genossen hat zur Nebensache geworden und ich lausche &quot;bewusst&quot; auf den neuen Song (ich versuche den Text zu verstehen und mir die Melodie einzuprägen etc.)<br />Es ist also der Punkt, wo mehr als 50% meiner Aufmerksamkeit auf die Musik gerichtet sind. </p><p>Eine Analyse der Musik wie im Musikunterricht der Schule ist für mich natürlich auch eine Form des bewussten Musikhörens. Es sind eben nur andere Schwerpunkte die dabei in den Vordergrund treten. Und wenn man eine solche Analyse auf das beschränkt, was einem wichtig ist, so ist das bestimmt keine unangenehme Last. Ich denke hierbei an jemand, der selber ein Instrument spielt, und den Part seines Instrumentes im Verlauf eines Tracks genauer verfolgt etc... <br />Jedoch muss ich noch anmerken, dass ich in meiner Eröffnung nicht an eine Analyse in diesem Sinne gedacht habe, noch daran eine Bewertung anzustellen bezüglich der Unterschiede zwischen bewusstem und unbewusstem Konsum. <br />Für mich gibt es kein besser oder schlechter wenn es darum geht ob man die Musik nun nur nebenbei (der Stimmung wegen) oder konzentriert und bewusst konsumiert - beides hat aber seine Vor- und Nachteile! <br />In diesem Sinne: Du sollst deine Musik so hören, wie du es am liebsten möchtest!<br />Was ich möchte ist, dass man sich das Thema und sich selbst (bzw. sein Verhalten) betrachtet. Wenn man dabei feststellt, dass man (für sich selbst) unbewusstes und bewusstes Musikhören unterscheiden kann, dann kann man gerne schreiben welche subjektiven Grenzen man zieht und warum; und wenn man dann auch noch eine Ableitung in Bezug von Größe des Musikarchivs zu Hörverhalten bilden kann, so wäre das echt klasse - nur darum ging es mir, und du hast ja doch eine Menge diesbezüglich geschrieben!<br />Also immer weiter so :)</p><p>Gruß Zytophag</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Zytophag)]]></author>
			<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 21:18:03 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9652#p9652</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9649#p9649</link>
			<description><![CDATA[<p>Erst einmal Frage ich mich, was mit &quot;bewusst&quot; Musik hören gemeint ist. Heißt das, dass man nichts anderes gleichzeitig tut und sich nur auf die Musik konzentriert? <br />Also das mache ich relativ häufig und gerne (besonders bei neuen Alben). Jedoch fängt man bei manchen liedern ja auch schnell an, an andere Sachen (z.b vom Text oder Stimmung der Musik beeinflusst) zu denken, hört man dann nicht mehr bewusst?<br />Oder seht ihr das eher wie bei einer Gedichtinterpretation und ihr analysiert alle Lieder die ihr hört (Instrumente, Melodie, was weiß ich). Das klingt für mich dann aber eher nach Arbeit als Genuss (und erinnert mich sehr an Musikunterricht in der Schule).</p><p>Als zweites Frage ich mich dann, was daran besser ist, als die Musik &quot;nur&quot; nebenbei zu hören und als &quot;Stimmungsverstärkung&quot; zu benutzen. Wird die Musik nicht mehr geschätzt, wenn man nicht genau weiß, wann welches Instrument welchen Ton spielt? Ich glaube nicht, dass die Interpreten beabsichtigen, dass ich als Schlagzeuger genau darauf achte, was denn das für ein groove ist und dabei total die Stimmung verliere die der Song eigentlich bewirkt.</p><p>Ich selbst höre sehr viel Musik (also fast den ganzen Tag). Mal mehr auf sie konzentriert und mal weniger. Manchmal habe ich aber auch das Gefühl, das ich sie &quot;intensiver&quot; höre wenn ich dabei etwas tue (wie diesen Text verfassen z.B.) als wenn ich nichts anderes tue (wie beim Zug fahren). Ein Mensch ist nämlich schon in der Lage mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Außerdem, sollte ich eurer Meinung nach lieber nur dann Musik hören, wenn ich mich voll und ganz auf sie konzentriere? Ich glaube das wäre ein ziemlich trauriges Leben für mich (und ich würde wahrscheinlich noch müder werden, als ich das eh immer bin).</p><br /><p>Zum Thema große Archive:<br />Ich habe mittlerweile fast 5000 tracks auf meinem Computer, was für einen 18-Jährigen ja schon relativ viel ist. Ja, wenn ich mir die alle selber gekauft hätte, müsste ich auf der Sraße leben, bei den CD/LP-Preisen. Ich sehe das so: Ich habe nur eine bestimmte Menge Geld zur Verfügung und gebe so viel ich kann für Musik aus (besonders auch für Konzerte, bei denen man die Musik ja sehr aktiv und bewusst genießt). Wem schadet das also, wenn ich zusätzlich Alben besitze, die ich nicht bezahlt habe, da ich kein Geld dafür habe? Ich würde natürlich auch viel lieber alle Alben original am besten als Vinyl im Regal stehen haben, aber bei den Preisen geht das nun mal nicht.<br />So, höre ich jetzt durch meine große Anzahl an Stücken weniger aktiv? Ich würde sagen im Gegenteil. Durch die gute Software und durch die viele Verwendung, bekommt man ja eine Routine bei der Archivierung, das schadet also schon mal nicht. Bei Musik, die ich neu habe, höre ich immer besonders genau zu (allein mein Bewertungssystem &quot;zwingt&quot; mich sozusagen dazu. Außerdem habe ich keinen einzigen Track in meinem Archiv den ich noch nicht gehört habe. <br />Durch die große Auswahl kann ich außerdenm immer genau das auswählen, was grade zur Stimmung passt und wozu ich Lust habe. Und wenn ich mir dann schon soviel mühe bei der Zusammenstellung der Playlist oder der Auswahl des Albums gegeben habe, höre ich automatisch mehr zu.<br />Manchmal merke ich natürlich auch, das ich grade 10 lieder gehört habe ohne es wirklich mitzubekommen, aber was daran schlimm sein soll, weiß ich auch nicht.</p><p>Ich merke jedoch immer wieder, dass jeder Mensch sehr unterschiedlich Musik &quot;konsumiert&quot;. Manchen gefällt es zum Beispiel einen Track (bewusst) zehn mal nacheinander zu hören, und ich mag es meistens schon nicht ein Lied zweimal an einem Tag zu hören. Mir fällt aber schon auf, dass Menschen die sich viel mit Musik beschäftigen (neue Musik suchen, sich mit der Qualität beschäftigen, selber Musik machen usw.) logischerweise auch &quot;bewusster&quot; Musik hören, als die, die sie nur nebenbei beim Essen hören.</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Birk)]]></author>
			<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 15:45:30 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9649#p9649</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9646#p9646</link>
			<description><![CDATA[<p>Just my 2 cents:</p><p><strong>Einleitung</strong></p><p>Das ist schon ein recht vielschichtiges Thema, welches da angeschnitten wurde. Lego weitete es ein wenig in Richtung der sogenannten Werte-Diskussion aus, Enkidu in eine andere. Bei der Werte-Geschichte möchte ich beginnen, werde aber auch zum Schluss kurz auf die ursprüngliche Fragestellung und Enkidus Beitrag zurückkommen. Den Anfang mache ich ganz subjektiv an einer recht speziellen Nutzergruppe fest, nämlich der des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DJ">DJs</a>, insbesondere der des Radio-DJs. Warum? Ich hoffe, das wird sich zeigen. (Und, ja: Daniel Miller versucht sich manchmal, z.B. <a href="http://www.radioeins.de/programm/sendungen/elektro_beats/index.html">hier</a>, auch auf diesem Gebiet. ;) )</p><p>Zu Beginn ein Zitat eines vor einigen Jahren verstorbenen Radio-DJs aus England: </p><div class="quotebox"><blockquote><p>&quot;Ich fühle mich manchmal schuldig, weil ich der vielen Musik nicht gerecht werden kann. Das ist heute schwieriger als in den frühen Siebzigern. Da wusste man schon im Frühling, dass im November die neue Led Zeppelin herauskommt. Bis es so weit war, konnte man eben nur alte Sachen spielen. Seither haben sich die Dinge immer weiter beschleunigt, bis zum heutigen Tag.&quot;</p></blockquote></div><p>Dieser Satz stammt aus einem <a href="http://www.zeit.de/2004/36/John_Peel/komplettansicht">hier</a> nachlesbaren Artikel, der von einem Mann handelt, bei dem man nun wirklich von einem sammelwütigen Musikenthusiasten sprechen konnte, welcher für seinen <a href="http://fm4v2.orf.at/rotifer/184374/main">nonkonformistischen</a> Musikgeschmack bekannt oder auch berüchtigt war. Seine Sendungen begann er meistens mit den schlichten Worten: &quot;Hello, my name is <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Peel">John Peel</a> - and this is some of my music.&quot; Überliefert werden aber auch andere, wie z.B. diese Begrüssung österreichischer Zuhörer: &quot;hello my fellow little austrians. my name is john peel and i am going to speak in english. this is not some sort of british collonialism attitude, it&#039;s just that my german only exists of &#039;zwei bier bitte&#039;, which after a while would be a bit boring for you and make me very drunk.&quot; ;) </p><p>Nachfolgend noch ein Satz aus dem eingangs erwähnten Artikel: </p><div class="quotebox"><blockquote><p>&quot;Ich finde, der iPod wirkt sich zu sehr gegen neue Musik aus. Die Leute laden ihre Favoriten drauf und hören nur noch die.&quot;</p></blockquote></div><p>Im Spannungsfeld dieser beiden Zitate möchte ich einige Überlegungen ansiedeln.</p><p><strong>Technologie als Hemmschuh?</strong></p><p>Es wurde von Zytophag bereits angesprochen: Die Sammlungen mancher Leute füllen so einige Festplatten und diese wiederum wahrscheinlich bei manch einem diverse Schubladen oder Schrankfächer, da der technologische Fortschritt dies zulässt. Je nachdem, wie diese Sammlungen entstanden sind, weiss derjenige mehr oder weniger über den Inhalt seines Bestandes Bescheid. Dementsprechend wird er, je nach Tagesform, Laune sowie etwaiger Wetterfühligkeit, andererseits aber auch je nach musikalischem Wissen oder individueller Neugier, die Playlist seines Soft- oder Hardware-Players aus dem Fundus befüllen. Damit wäre ich auch schon bei dem Punkt angelangt, auf den John Peel mit dem letztgenannten Zitat hinwies: Seiner Meinung nach würde die neue Technologie dazu führen, dass man sich nur mit Altbekanntem auseinandersetzt.</p><p>Ich denke: Das kann so sein, muss es aber nicht. Vielmehr meine ich, dass es schlicht und ergreifend von der Offenheit des Hörers abhängt, wie er seine Playlist gestaltet. Sprich: Nicht die Technologie ist das Problem, sondern das Angebot an mehr oder minder anregenden Inhalten. Weitergehend bedarf es also z.B. der Arbeit eines DJs wie ihm, damit musikalische Anregungen ihren Weg zum Konsumenten finden. Diese Arbeit kann dann eben auch mit Hilfe neuer Technologien bewerkstelligt werden.</p><p>Warum ich das gerade so geschrieben habe? Nun, Lego wies u.a. auf Netlabels, Internetarchive o.ä. hin, die Dank der heutigen technischen Möglichkeiten Angebote bereitstellen, deren Inhalte man der &quot;Verewigung&quot; auf der eigenen Festplatte als würdig erachten mag oder halt nicht. Ich würde dies mit Hinweisen auf die Arbeit von Enthusiasten wie z.B. <a href="http://www.theperfumedgarden.blogspot.de/">The Perfumed Garden</a>, <a href="http://homepages.inf.ed.ac.uk/gsteel/radioplus/">Graham Steel</a>, <a href="http://podcast.parocktikum.de/about-parocktikum-de/">Lutz Schramm</a> oder <a href="http://brotbeutel.blogspot.de/index.html">Brotbeutel</a> im Hinblick darauf ergänzen wollen, dass es auch diverse Privatpersonen gibt, die auf ihrem Spezialgebiet ebenfalls unentgeltlich dazu beitragen, Dinge vor dem Vergessen zu bewahren. (Ich habe diese Links vor allem deshalb gewählt, weil sie mehr oder weniger direkt mit der ehemaligen Arbeit von John Peel zu tun haben.) <br />Davon abgesehen würde ich auch die Angebote mancher auf bestimmte Spezialgebiete fokussierten Internet-Radios bzw. der jeweils Verantwortlichen dazu zählen, wie beispielsweise Coldcut&#039;s <a href="http://solidsteel.ninjatune.net/">&quot;Solid Steel Radio Show&quot;</a>, <a href="http://www.beatsinspace.net/">&quot;Beats in Space&quot;</a>, <a href="http://www.basic-soul.co.uk/">Simon Harrison&#039;s Basic Soul</a> oder <a href="http://www.crammed.be/index.php?id=34&amp;art_id=47">DJ Morpheus</a> mit seiner Sendung <a href="http://www.radiocampus.be/emissions/les-musicales/lysergic-factory/">&quot;Lysergic Factory&quot;</a> auf Radio Campus - Brussels, die ebenfalls ihren Beitrag leisten oder geleistet haben. (Aus aktuellem Anlass sei da an dieser Stelle übrigens auf den <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Tag-der-Stille-gegen-neue-Urheberrechtsabgaben-fuer-US-Webcaster-142536.html">&quot;Tag der Stille&quot;</a> hingewiesen.)<br />Dabei sollte man dann auch nicht vergessen, dass Sendungen von John Peel oder vom <a href="http://www.oceanclub.de/">&quot;Ocean Club&quot;</a>, um ein anderes Beispiel zu nennen, entweder als Live-Stream oder als herunterladbare Datei zum nachträglichen Anhören zur Verfügung gestellt wurden oder werden, was ebenfalls für die Benutzung neuer Technologien sprechen dürfte. (Die Verwendung mancher Codecs wirft da allerdings auch weitergehende Fragen im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit auf, soll aber erst einmal den Sachverhalt als solchen nicht grundsätzlich in Frage stellen.)</p><p><strong>Die empfindliche Stelle</strong></p><p>Dass jedes Online-Angebot aber auch eine Achillesferse besitzt, mag dieses Zitat aus einem <a href="http://de-bug.de/mag/30-jahre-mute-daniel-miller-im-interview/">De:Bug-Interview</a> mit Daniel Miller, seines Zeichens Chef von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mute_Records">Mute Records</a>, verdeutlichen: </p><div class="quotebox"><blockquote><p>Daniel Miller: [...] Downloads sind praktisch und ich kann verstehen, warum viele Menschen lieber Musik laden, als sich die Tonträger zu kaufen. Aber als Label muss man sich im Klaren darüber sein, dass man jegliche Kontrolle über seine Musik aufgibt.</p><p>Sprechen Sie vom Ende des Albums? </p><p>Daniel Miller: Nein, vom Ende des Tonträgers. Wenn alles online ist, wird nichts mehr gepresst. Wenn sich dann der Anbieter überlegt, dass er doch lieber ein Fußball-Team kaufen will, und den Server abstellt ... dann haben die Labels nichts mehr. Rein gar nichts. [...]</p></blockquote></div><p>Genau das meinte ja Lego wohl, als er auf den Punkt hinwies, dass man in dieser Hinsicht die Tätigkeit von Leuten nicht zu gering schätzen sollte, die sich die Mühe machen, manche der Online-Angebote auf ihrer Festplatte zu &quot;verewigen&quot;, denn man kann m.E. Millers Aussage sehr wohl auch auf seine oder meine Beispiele übertragen. In abgewandelter Form könnte man auch formulieren: &quot;... dann haben die Musikliebhaber nichts mehr. Rein gar nichts.&quot; Es sei denn, ein guter Freund besitzt ausgerechnet diese oder jene Rarität noch auf der Festplatte, bzw. als Backup.</p><p>Das folgende Beispiel mag dies noch einmal unterstreichen: Die <a href="https://www.scene.org/dir.php?dir=%2Fmusic%2Fgroups%2Fthinner/">Falter - Taumelflug EP</a> auf Thinner z.B. stand eines Tages nicht mehr zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netlabel#Verf.C3.BCgbarkeit_der_Inhalte">Verfügung</a>. Sie war zwar noch gelistet, aber das war&#039;s auch. Ich hatte irgendwann versäumt, vor der Neuformatierung meiner Festplatte ein Backup des entsprechenden Download-Ordners zu machen, was ich aber nicht all zu schlimm fand, da mir ein Freund einige Tage zuvor eine DVD mit allen für uns relevanten Veröffentlichungen gebrannt hatte. Dass er dies jedoch, wie sich dann nachträglich herausstellte, mit einer zu hohen Schreibgeschwindigkeit getan hatte und kurze Zeit später auch noch seinen Rechner neu aufsetzte, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Den Rest kann man sich denken: Murphy zwinkerte uns beiden zu. Nur Dank eines Re-Releases auf dem Label konnte ich mir die Musik dann doch noch einmal besorgen.</p><p><strong>Das Beschleunigungsphänomen</strong></p><p>Doch zurück zum Thema. Ich meine, dass gerade auch wegen der angesprochenen Punkte neue Technologien dazu beitragen können, dass kulturhistorische Werte oder, um bei meinem Beispiel zu bleiben, die musikalischen Anregungen manch renommierter DJs weiterhin zugänglich sind und letztlich zumindestens nicht auf der eigenen Festplatte verlorengehen müssen, wenn gewisse <a href="https://www.audiohq.de/viewtopic.php?id=1246">Spielregeln</a> beachtet werden. Andererseits tragen die technologischen Möglichkeiten natürlich zu dem Phänomen bei, das John Peel in dem Eingangszitat ansprach, indem er auf die von ihm als Belastung empfundene Beschleunigung des Informationszuganges zu neuer Musik hinwies.</p><p>Wie bereits angedeutet war er im Hinblick auf seine Sammelleidenschaft, ganz abgesehen von seinem Musikhorizont, das, was man im heutigen &quot;Neudeutsch&quot; wohl als Freak, Nerd oder Geek im positivsten Sinn bezeichnen würde. Im bewussten Artikel äusserte er sich dann auch noch einmal zu diesem Schwerpunkt etwas eingehender: </p><div class="quotebox"><blockquote><p>Da ich ein ziemlich obsessiver Typ bin, ist es wohl besser, wenn ich dem Internet fern bleibe. Am meisten Angst hätte ich davor, mich bei eBay auf das Ersteigern von Platten einzulassen. Da würde ich sehr schnell Bankrott gehen.</p></blockquote></div><p>Wohlgemerkt, sein Hauptaugenmerk legte er hier auf die Ersteigerung von LPs. Das Thema des Erwerbs von Musik auf Internetportalen oder andere Möglichkeiten hatte er ja noch nicht einmal erwähnt, wenn auch evtl. im Hinterkopf mitbedacht. Wie man dem erwähnten Artikel entnehmen kann, besass er wie andere professionell arbeitende DJs das Privileg, Musik vom Morgen bis zum Abend hören zu können oder, je nach Tagesform, auch hören zu müssen. Doch selbst ihm als überdurchschnittlich Interessiertem gelang es in seinen letzten Lebensjahren nur noch bedingt, der Informationsfülle gerecht zu werden. Ich wiederhole noch einmal den letzten Satz des ersten Zitats weiter oben: </p><div class="quotebox"><blockquote><p>Seither haben sich die Dinge immer weiter beschleunigt, bis zum heutigen Tag.</p></blockquote></div><p><strong>Spezialisierung als Möglichkeit</strong></p><p>Wie geht man nun mit diesem Sachverhalt um? Soll man resignierend über einen sogenannten Werteverfall sinnieren, was ja m.E. erst einmal eher der Ausdruck einer sich manifestierenden Verunsicherung oder eines gewissen Ohnmachtsgefühls ob der überbordenden Informationsfülle sein dürfte?</p><p>Ich meine: Nein. Eher bringt diese Entwicklung doch mit sich, dass in Zukunft die Spezialisierungen bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amateur">Amateuren</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Profi">Profis</a> weiterhin zunehmen werden. In Bezug auf den Dance-Sektor beispielsweise ist dies ja schon seit geraumer Zeit <a href="http://www.di.fm/edmguide/edmguide.html">der Fall</a>. <br />Es gibt House-, Drum&#039;n&#039;Bass-, Techno-, Rare Groove-, Reggae- oder Was-Weiss-Ich-Für-DJs, die auch über ein entsprechend spezialisiertes Publikum verfügen, und selbst diese folgen so einigen vorhergehenden Generationen. (Als m.E. <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/295349">bis heute</a> herausragendes Beispiel sei da u.a. <a href="http://www.taz.de/1/archiv/?id=archiv&amp;dig=2004/08/10/a0195">David Mancuso</a> (siehe auch: <a href="http://de-bug.de/mag/david-mancusos-the-loft-urzelle-der-clubkultur/">diesen</a> De:Bug-Artikel) erwähnt, obwohl er sich nie als DJ bezeichnet hat.) <br />Die Zeit der Generalisten scheint wohl endgültig der Vergangenheit anzugehören, was nicht bedeutet, dass es heute keine Leute mehr gibt, die in einem gewissen Umfang so manchen Brückenschlag wagen könnten. Ganz spontan würden mir da im Kontext z.B. im internationalen Bereich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Peterson">Gilles Peterson</a> oder, da ich aus dem Berliner Raum stamme, im lokalen Bereich <a href="https://mein.radioeins.de/profile/profileView.xhtml?userId=642235911">Holger Luckas</a> oder <a href="http://www.multikulti.de/team/mitarbeiter/peter_rixen.html">Peter Rixen</a> einfallen. Entsprechende Namen dürfte wohl gerade in lokaler Hinsicht so mancher für sich festmachen können, der auf den Input von Radio-DJs seines Vertrauens, ob nun per UKW oder Internet, Wert legt. </p><p>Der Bezug auf die Gruppe der DJs sollte einfach nur als Beispiel dienen, da sie m.E. oftmals eher mit bestimmten Fragestellungen konfrontiert wird, als dies beim sogenannten Normalanwender der Fall sein dürfte. Auf Sammler oder eben Spezialisten, die hier offensichtlich einen nicht geringen Anteil des Publikumsverkehrs ausmachen, dürfte es sich wohl in Bezug auf die Spezialisierung aber auch übertragen lassen. Zusammenfassend meine ich, dass man bei aller berechtigten Kritik die Vorteile einer vermehrten Zugangsmöglichkeit zur jeweils bevorzugten Musik nicht aus dem Auge verlieren sollte, was sich ja dann auch mit Legos <a href="https://www.audiohq.de/viewtopic.php?id=1780">hier</a> geäusserten Überlegungen z.T. decken dürfte.</p><p><strong>Meine Hörgewohnheiten</strong></p><p>Nun noch etwas zur ursprünglichen Fragestellung: Ich höre je nach Tagesform und je nach Situation Musik mehr oder weniger bewusst, aber andererseits dann doch bewusster als beispielsweise meine Freundin, die sich immer wundert, wenn ich sie auf irgendein Detail des gerade laufenden Titels hinweise. Wenn ich mir eine neue CD gekauft habe, setze ich mich meistens doch erst einmal vor die Stereo-Anlage, blättere wie Zytophag im Booklet, und höre mir an, &quot;was der Künstler damit sagen wollte.&quot; <br />Da ich wenig Klassik oder sogenannten Klassischen Jazz höre, muss ich es mit der Aufmerksamkeit aber auch nicht all zu sehr übertreiben, wobei das von Enkidu weiter oben Gesagte hier zumindestens in Bezug auf Live-Aufnahmen manchmal mehr oder weniger eine Rolle spielt, da ich wenigstens diese mit einer Studio-Aufnahme, je nachdem, vergleichen kann. <br />Bei Cover-Versionen, sofern ich sie zuordnen kann, höre ich generell genauestens hin, was halt ein Spleen von mir ist. </p><p>Der Rechner dient bei mir, u.a., eher dem Zweck der Archivierung, was aber nicht heissen soll, dass er beim Musikhören keine Rolle spielt. Letztlich würde ich hinsichtlich der Bewertung meines Hörverhaltens am PC in die Richtung tendieren, dass da vor allem ein Soundtrack zum Arbeiten läuft. Aber wenn ich mich recht erinnere, war das früher mit dem Plattenspieler oder dem Tape-Deck und der Arbeit am Schreibtisch auch nicht anders. Ich musste nur des öfteren den Arbeitsplatz verlassen, um die LP oder die Cassette umzudrehen, weshalb ich damals schlank wie eine Gerte war. ;) </p><p>Daher abschliessend noch einmal ein Begrüssungssatz von Mr. Peel: &quot;Hello there, my name is John Peel. I&#039;m 64, fat and English. Sounds terrible, doesn&#039;t it? But the music&#039;s gonna be ok!&quot; B)</p><p>Gruss</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (DAU)]]></author>
			<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 00:57:59 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9646#p9646</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9641#p9641</link>
			<description><![CDATA[<p>Falls es der Diskussion um &quot;Werteverfall&quot; irgendwie weiterhilft, hier einige weitere Aufhänger:<br /> *&nbsp; Auf unserer Seite zur &quot;Archivierung und Audiokompression&quot; tummeln sich haufenweise Mitglieder und Gäste, die durch den Einsatz von Arbeit und zusätzlicher Sicherstellungen (Backups) den materiellen Wert bereits erworbenen und gesammelten Werte noch erhöhen indem sie <strong>dem Verlust</strong> durch Kopie für eine eigene Zwecke vorbeugen, obwohl ein Datenträger (die Original-CD, Eigenaufnahme oder sonst. Quelle) bereits vorhanden ist.<br /> *&nbsp; Auch ist es sicherlich positiv, wenn zusätzlich noch gemeinfreie Werke (Stichwort: <a href="https://www.audiohq.de/viewtopic.php?id=1085">Netlabel</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2006/remix-lessig-reloaded/">CreativeCommon</a> und <a href="http://www.archive.org/details/etree">Live-Archive</a>) in privaten Archiven vor dem &quot;Vergessen&quot; durch Aufbewahrung bewahrt werden, möglichst natürlich in bestmöglicher unveränderter Qualität und am besten so daß man sie auch wiederfindet</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Lego)]]></author>
			<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 21:08:35 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9641#p9641</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9638#p9638</link>
			<description><![CDATA[<p>...bevor ich mich getraut habe dieses Thema hier zu eröffnen, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob die Frage nach dem Umgang mit der Musik - also was damit geschieht wenn wir all die technischen Stadien durchlaufen haben - überhaupt hierher gehört? Die Antwort war: irgendwie schon, zumindest in das Unterforum &quot;Gesellschaftliche Aspekte&quot;! <br />Selbstverständlich geht es hier zu 99% um die technischen Fragen im Audio-Bereich, und dies in einer äußerst disziplinierten Form. Und gerade dies macht AudioHQ für mich zum wertvollsten Forum das ich kenne (danke Frank)!<br />Aber es gibt hier eben auch ein Unterforum, welches sich mit den gesellschaftlichen Aspekten unseres Hobbys auseinandersetzt und genau zu solch einer Auseinandersetzung gehören auch die Fragen die mein Beitrag anschneidet - und eben auch aufwirft...</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Zytophag)]]></author>
			<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 13:04:58 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9638#p9638</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9637#p9637</link>
			<description><![CDATA[<p>@Zytophag, auch wenn ich mich zu dieser vorgerückten Stunde nicht mehr auf eine Antwort einlassen möchte, komme ich doch nicht umhin, Deine Beobachtung zu bestätigen. Wobei Du in Deiner Anmoderation eigentlich mehrere Themen anreist.</p><p>Da wäre zum einen die Sammelleidenschaft. Dabei ist der Datenträger nicht unbedingt ausschlaggebend, d.h. ob man nun CDs oder MP3s sammelt. Mein Eindruck ist, dass zumindest diejenigen, die sich hier in audiohq oder auch im&nbsp; <a href="http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browse&amp;forum_id=68">Klassik-Teil von hifi-forum</a> tummeln, eine Vorliebe haben bzw. eine Neigung tendentiell offenbaren, möglichst viele Stücke zu besitzen. Bei Forenbesuchern scheint sich diese Tendenz noch zu verstärken, da man sich gegenseitig inspiriert, zusätzlich auch noch diese oder jene Aufnahme zu besitzen, obwohl man doch schon eine gute gefunden hat. Das Lagern auf Festplatte ist dabei nur eine Erleichterung, diesen Trieb auszuleben. Gab es eine solche Tendenz schon in der LP-Ära? Ich kann mich nicht erinnern. Da hatte ich den Eindruck, man konzentrierte die Sammlung auf einige für einen persönlich wesentliche Werke.</p><p>Angesichts der Masse der verfügbaren Aufnahmen stellt sich natürlich auch die Frage, ob man sich im Gegensatz zu früher auch heute noch genauso intensiv mit einzelnen Aufnahmen auseinandersetzt, und somit mit deren Feinheiten im Detail vertraut ist. Oder ist es nicht eher so, dass man statt einiges wenige gut heute zwar mehr aber meist dafür nur halb kennt? Geht die Quantität der verfügbaren Aufnahmen zu Lasten der Qualität des Hörens? Und damit meine ich wie Du nicht den technischen Teil des Hörens, sondern der Intensität der bewussten Auseinandersetzung mit den Aufnahmen.</p><p>Dass sich dieses Forum besonders der technischen Qualität der Speicherung von Musik widmet, begründet sich nicht nur daraus, dass man sich dies zum Anliegen erkoren hat, sondern auch, dass man sich aus guten Gründen auch im wesentlichen auf dieses Anliegen zu konzentrieren zu versucht. Das hifi-forum z.B. ist weitaus umfangreicher, widmet sich aber nur bedingt in der gleichen Intensität und Disziplin den hier gestellten Themen. Dennoch habe ich auch im hifi-forum und selbt im technisch weniger dominierten Klassikteil dort den Eindruck, dass die Qualität des Wiedergabematerials doch wichtiger genommen wird als die inhaltliche Qualität einer Aufnahme oder Komposition. Es scheint, dass wir die technische Qualität einer Aufnahme besser beurteilen können, aber kaum die Leistung der Interpreten oder die Besonderheiten eines Werkes. Wir reden sozusagen nicht mehr über die Musik an sich, sondern nur noch über die Qualität des Datenträgers als Wiedergabeformat.</p><p>Eine Erklärung mag sein, dass wir uns eben in punkto Technik auskennen, da wir uns hierbei ja nur auf unser Hörvermögen verlassen zu brauchen. Eine intensive Auseinandersetzung mit Interpretationen und Kompositionen würde jedoch zumindest im Bereich der klassischen Musik zusätzlich Kenntnis der Partitur und die Fähigkeit zu deren Analyse sowie Kenntnisse der Wiedergabe von Musik (Singen, Spielen eines Musikinstruments) erfordern, was bei vielen nicht der Fall zu sein scheint, auch bei mir nicht. Insofern scheint es wichtiger zu sein, welche Technik zum Einsatz kommt als z.B. welches Instrument der Musiker benutzt und welche Spieltechnik er nutzt. Man darf also Fragen, ob die Technikdiskussion nicht am eigentlichen Thema, nämlich der Musik, vorbei zielt.</p><p>Ein weiterer Aspekt ist die Art wie und wann wir Musik hören, wobei sich auch hier wieder die Frage nach der Intensität und Konzentration stellt.</p><p>Ohne jetzt auf die eigentliche Frage antworten zu wollen, möchte ich jedoch einen Werteverfall als alleinige Ursache für unser heutiges Hörverhalten verneinen. Ein mangelnder urheberrechtlicher Respekt ist eher zu verneinen. Mir scheint vielmehr, dass den meisten eigene theoretische wie praktische Musikkenntnisse fehlen, um so eine Komposition als auch eine Interpretation beurteilen zu können. So beschränken sich Diskussionen immer wieder darauf, ob einen die Aufnahme angesprochen hat, also auf die Intensität des persönlich wahrgenommen Hörerlebnis. Ob sich aber der Interpret strikt an die Partitur gehalten hat und wo nicht, vermögen viele dann schon nicht mehr zu sagen.</p><p>Sicherlich gibt es aber auch eine psychologische Erklärung für die starke Sammelleidenschaft und intensive Pflege unserer Schätzchen. Ist das nur der alte steinzeitliche Jäger- und Sammlertrieb, der sich hier austobt, oder aber handelt es sich um Ersatzhandlungen? Kenne mich in dem Feld nicht aus, weshalb ich mich hierzu auch nicht weiter auslassen möchte.</p><p>Deine Anmoderation wirft also viele Fragen auf, nicht nur die eine, die Du dann gestellt hast. Doch für heute soll&#039;s das gewesen sein</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (enkidu)]]></author>
			<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 01:11:49 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9637#p9637</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9636#p9636</link>
			<description><![CDATA[<p>Tut mir leid, da muss ich grad mal eben passen, ich habe einem österreichischem Kollegen versprochen, daß ich ihm bei einem &quot;Werteverfall&quot; völlig anderer Art behilflich bin.</p><p>Ich gehe aber mal davon, aus, daß sich hier sicher noch andere Mitleser zu Wort melden werden.</p><p>Gruss</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Lego)]]></author>
			<pubDate>Sat, 23 Jun 2007 20:49:25 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9636#p9636</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Re: Der Umgang mit Musik und unser Hörverhalten]]></title>
			<link>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9635#p9635</link>
			<description><![CDATA[<div class="quotebox"><cite>Lego,23.06.2007, 19:27 schrieb:</cite><blockquote><p>Vielleicht bin ich da mitllerweile einfach etwas empfindlich geworden und habe ungerechtfertigerweise meine teilweise schlechten Erfahrungen aus Analog-, HiFi- und Musikforen projiziert und einen unpassenden Ton angeschlagen. Täte mir leid, wenn es so rübergekommen ist.</p></blockquote></div><p>Nun, dass du einen unpassenden Ton angeschlagen hättest würde ich jetzt nicht gerade behaupten, aber ich hatte schon das Gefühl einen sehr empfindlichen Nerv getroffen zu haben, der dich in einer Art reagieren ließ, auf die ich nicht gefasst war. <br />Aber wie auch immer, ich denke die Missverständnisse sind damit aus der Welt geschafft... - wobei, eigentlich könnten wir doch nun auch mal direkt über den Werteverfall diskutieren ;) </p><p>Gruß<br />Zytophag</p>]]></description>
			<author><![CDATA[null@example.com (Zytophag)]]></author>
			<pubDate>Sat, 23 Jun 2007 20:25:00 +0000</pubDate>
			<guid>https://www.audiohq.de/viewtopic.php?pid=9635#p9635</guid>
		</item>
	</channel>
</rss>
